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Mut zur bedeutungsvollen Lücke

Vom 30. April bis 31. Mai 2019 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt.

Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen rückt in diesem Jahr unter dem Motto »Die Stille dazwischen« Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt. Alle Sparten der Darstellenden Kunst sind bei den Festspielen vertreten: Oper und Konzert, Tanz und Schauspiel, aus Barock und Moderne, Gastspiel oder Gala-Abend – das Hessische Staatstheater Wiesbaden präsentiert ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.  

Zur feierlichen Eröffnung steht ein Mozart-Doppel an zwei Abenden auf dem Programm: Mit »Idomeneo« und »La Clemenza di Tito« in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Mozartspezialist Konrad Junghänel wird Mozarts Opernwelt vom Anfang und Ende her beleuchtet.

Dem Festivalschwerpunkt folgt am ersten Festival-Wochenende das große Mozart-Event »Mozart24«. 24 Stunden, rund um die Uhr, feiern die Internationalen Maifestspiele  Mozart mit Musik, Wort und großer Bühnenkunst. In einem Non-stop-Programm wechseln sich Opernaufführungen, Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder mit Lesungen aus berühmten Biografien, Romanen, Anthologien, überlieferten Kritiken und Mozart-Briefen ab. Auch Neues wird ausprobiert und aufgeführt.

»Zu Recht erwarten die Besucherinnen und Besucher unserer traditionellen Wiesbadener Maifestspiele einen bunten Strauß an eingängigen, bekannten Stücken. Und so macht auch das diesjährige Programm die Auswahl für die Theatergäste wieder sehr schwer: »Idomeno«, »Titus«, »Don Giovanni«, »Salome«, »Madama Butterfly«, »Ein Maskenball«, »Tannhäuser«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Rigoletto« – hinzukommen Schauspiel, Ballett und die Angebote für junge Theaterfans. Da kann ich eigentlich nur einen Tipp geben: Im Mai Urlaub nehmen, Freunde nach Wiesbaden einladen und gemeinsam Kultur genießen«, sagt Oberbürgermeister Sven Gerich.  

»Als grenzenloses Forum für den Dialog verschiedener Kulturen, Theaterformen und Sprachen sind die Internationalen Maifestspiele geradezu der Inbegriff der Freiheit und starken Sprache der Kunst. Mit einem generationenübergreifenden Programm präsentieren sie den Reichtum kultureller Ausdrucksformen und ziehen damit jedes Jahr ein Publikum aus aller Welt an. Mein großer Dank gilt allen, die die Veranstaltungsreihe mit großem Engagement ermöglichen und damit Jahr für Jahr zeigen: Kultur ist für uns alle da«, ergänzt Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn.  

Das Programm für das junge Publikum gibt es in diesem Jahr wieder konzentriert in der Jungen Woche vom 12. bis 19. Mai 2019. Das Mozart-Doppel mit den Opern »Idomeneo« und »Titus« eröffnet die diesjährigen Internationalen Maifestspiele, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel. Mirko Roschkowski übernimmt die Titelpartien. Kangmin Justin Kim, Slávka Zámečníková und Netta Or sind in »Idomeneo« zu erleben. Thomas Blondelle, Olesya Golovneva und Shira Patchornik singen in »Titus«. Ildebrando D’Arcangelo gibt als Don Giovanni sein Wiesbaden-Debüt in der Inszenierung von Nicolas Brieger. Maria Bengtsson singt die Partie der Donna Anna und Ioan Hotea ist Don Ottavio.

In »Salome« übernimmt Gun-Brit Barkmin, eine der wichtigsten Strauss-Interpretinnen, die Titelpartie. Als Jochanaan ist in der Inszenierung des französischen Künstlerkollektivs Le Lab und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Thomas J. Mayer zu erleben, Herodes übernimmt Thomas Blondelle. In der Titelpartie von Puccinis Publikumsliebling »Madama Butterfly« singt Ermonela Jaho, eine der weltweit führenden Cio-Cio-Sans. Ihr Partner auf der Bühne ist Vincenzo Costanzo, einer der erfolgreichsten italienischen Tenöre der Opernszene. In Verdis »Ein Maskenball« sind in den Hauptpartien der italienische Tenor Stefano La Colla als Riccardo, der ukrainische Bariton Vitaliy Bilyy als Renato, Maria José Siri als Amelia und Patricia Bardon als Ulrica zu erleben.

Max Emauel Cencic setzt Rossinis Oper »La Donna del Lago« in Szene und übernimmt die Partie des Malcolm Groeme. Lena Belkina übernimmt die anspruchsvolle Titelpartie, Daniel Behle singt den vielschichtigen König James V. Am Pult des Orchesters steht der Grammy-nominierte Echo Klassik-Preisträger George Petrou. Wagner-Star Andreas Schager übernimmt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung »Tannhäuser« die Titelpartie. Als Elisabeth ist Betsy Horne und als Venus Jordanka Milkova zu erleben. Als Landgraf ergänzt Albert Pesendorfer die Festspielbesetzung.

Die »Meistersinger von Nürnberg«, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, ist in der aktuellen Bayreuth-Besetzung zu sehen: Michael Volle ist Hans Sachs, Johannes Martin Kränzle ist Beckmesser, Daniel Behle singt David, Günter Groissböck ist Pogner, Thomas Blondelle ergänzt als Walther von Stolzing.

Die Titelpartie in Verdis »Rigoletto« interpretiert Bariton Ludovic Tézier. Ioan Hotea singt den Herzog und Cristina Pasaroiu ist Gilda in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Will Humburg. In dem Konzertabend »Faszination Wagner« werden »Ring«-Geschichten von Weltstar Andreas Schager und Violinistin Lidia Baich präsentiert und von dem international ausgezeichneten Autorenfilmer und Opernregisseur Selcuk Cara filmisch umgesetzt. Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Guillermo Garciá Calvo.

Am ersten Festival-Wochenende folgt das große Mozart-Event »Mozart24«. Eines der führenden Barock-Orchester, das Wrocław Baroque Orchestra, spielt unter dem Dirigat von Konrad Junghänel Mozarts letzte Sinfonien. Multiinstrumentalistin Anna Fusek ist mit Violinistin Mayah Kadish zu erleben. In ihrem Konzert »Mozart meets Morley« treffen Mozart-Violinsonaten und -Duette auf Renaissance-Fantasien. Das Marimbaquartett »The Wooden Anvil« lässt Mozarts Werke im Konzert »Mozart: Portrait in Percussion« erklingen. Chris Pichler und die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstorchesters Wiesbaden präsentieren in »Amadeus!« Kammermusik und Briefe des bekannten Musikgenies. Elke Heidenreich und Pianist Marc-Aurel Floros sind in »Passione spezial – Mozart!« zu erleben. Konzerte der »Klazz Brothers« und des Jazz-Duos »Janchri« bringen Mozart zum Tanzen.

Ein Mozart-Frühstück mit literarischen Leckerbissen, Babykonzert, Hörinstallation und Mozart-Filmbiografie ergänzen das Programm. Liederabende haben bei den Internationalen Maifestspielen Tradition. Florian Boesch interpretiert in seinem Rezital den Liederzyklus »Die schöne Müllerin« von Franz Schubert. Mezzosopranistin Doris Soffel präsentiert in ihrem Liederabend »Grandeur und Dekandenz« u.a. Werke von Mahler, Strauss und Sibelius.

Beim Merlin Ensemble Wien steht Mozart in den drei Konzertabenden ebenfalls im Mittelpunkt. Das Nachtkonzert »Mozart pur!«, die Wortvariationen zum »Verlorenen Paradies der Musik« und die Matinée zum 30. Todesjahr von Thomas Bernhard »Eine musikalische Existenzrettung« sind ein Fest für die Ohren. »The Fairy Queen«, ein zeitloses Meisterwerk des englischen Barock von Henry Purcell, bringt das Ensemble Mattiacis unter der Musikalischen Leitung von Thomas de Vries auf die Bühne. Katharina Heißenhuber, Benjamin Russell und Sharon Kempton sind u.a. im Foyer zu erleben.

Musik und Arien von Georg Friedrich Händel singt Sopranistin Simone Kermes in dem Konzert »Inferno e Paradiso« unter der Musikalischen Leitung von Gianpiero Zanocco mit dem Orchester Amici Veneziani. Der als Puppenspieler bekannte Nikolaus Habjan ist als Kunstpfeifer mit einem extravagant besetzten Ensemble in dem Konzert »Ich pfeife auf die Oper« zu erleben. Humorvoll führt er durch das Programm voller Opernarien und Instrumentalmusik.

 

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