Blick vom Rathaus auf den Essener Dom. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen
Blick vom Rathaus auf den Essener Dom. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen

Mit Mozart gegen das Vergessen

Mit einem Kurz-Konzert im Essener Dom erinnern die Essener Philharmoniker und die Essener Domsingknaben an das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Kurzfristig haben sich die beiden Ensembles zu dem gemeinsamen Auftritt an diesem für Essen so besonderen historischen Ort entschlossen, den sie am Gedenktag als Online-Video präsentieren. Auf dem Programm steht das Lacrimosa aus dem Requiem (KV 626) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Für die Aufnahme werden sich die Musiker unter der Gesamtleitung des Domsingknaben-Leiters Harald Martini im gesamten Kirchenraum verteilen. So werden sie den aktuellen Abstandsgeboten gerecht und können zugleich die gesamte akustische Vielfalt des Essener Doms ausnutzen.

Für den Essener Dom war das Kriegsende vor 75 Jahren ein wichtiger Einschnitt in seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte. Nach der schweren Zerstörung durch Bombenangriffe sammelten sich schon wenige Monate nach Kriegsende Essener Bürger, um den Wiederaufbau der Münsterkirche zu organisieren. Im September 1946 rief der damalige Essener Oberbürgermeister Heinz Renner (KPD) nach einem einstimmigen Ratsbeschluss die Essener Bevölkerung zur Bildung eines überkonfessionellen Vereins zum Wiederaufbau der Münsterkirche auf. Ein Jahr später wurde der heutige Münsterbauverein gegründet – und rund zehn Jahre später war der Dom weitgehend wieder hergestellt. Seit dem 1. Januar 1958 ist der Dom die Kathedrale des an diesem Tag gegründeten Bistums Essen.

Zu sehen ist das Konzert-Video ab Freitagmittag auf den Internetseiten der Essener Philharmoniker und des Bistums Essen sowie auf den entsprechenden YouTube- und Facebook-Kanälen.

www.essener-philharmoniker.de

www.bistum-essen.de

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