Der Komponist Georg Friedrich Haas. Foto: Florian Ganslmeier
Der Komponist Georg Friedrich Haas. Foto: Florian Ganslmeier

Mikrotonal und wortlos im Klangrausch

Der RIAS Kammerchor und das Münchener Kammerorchester bereiten eine spannende Uraufführung vor. Georg Friedrich Haas' Musik sucht bei aller mikrotonalen Reibung den Klangfluss und die emotional auffassbare Ansprache.

Mit einer Uraufführung von Georg Friedrich Haas setzen der RIAS Kammerchor und das Münchener Kammerorchester (MKO) ihre gemeinsame Reihe von bedeutenden Kompositionsaufträgen für Kammerchor und Streichorchester fort. Nach Tigran Mansurian (2011), Salvatore Sciarrino (2014) und Pascal Dusapin (2015) gibt es nun „3 Stücke für Mollena“, ein textloses, auf Mikrotonalität und Obertonspektren beruhendes gut halbstündiges Werk des österreichischen Komponisten.
 
„Im Hochzeitsmarsch, den ich für eines meiner wichtigsten Stücke der letzten Jahrzehnte halte, übertrage ich das, was ich in der mikrotonalen Technik schon oft gemacht habe, in die Zeit, indem ich ein unendliches Accelerando komponiert habe. Ich erwarte mir davon eine sehr starke und direkte Wirkung“, so Georg Friedrich Haas.
 
3 Stücke für Mollena sind seiner Ehefrau Mollena Lee Williams-Haas gewidmet, mit der er in New York lebt. Die Uraufführung findet am 17. März in München statt. Am 18. März wird das neue Werk im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie zu hören sein.
 
Der Dirigent und Künstlerische Leiter des MKO Alexander Liebreich blickt mit großer Freude auf die Zusammenarbeit: „Georg Friedrich Haas' Musik ist ein sinnlicher Klangrausch. Die Besessenheit seiner immer klaren klanglichen Vorstellung ist ein Segen und meine ganz persönliche Inspiration.“

Wer Georg Friedrich Haas' Musik noch nicht kennt, findet beim Internetportal Youtube einige Aufnahmen seiner Werke zum ersten Kennenlernen. Zudem gibt es CDs, die sein Schaffen zugänglich und miterlebbar machen. In der Ausgabe 11/2013 hat das FONO FORUM dem Komponisten ein Porträt gewidmet. Über den Link gelangen Sie zu diesem Artikel in unserem Archiv, das Abonnenten kostenfrei nutzen können. Alle anderen Leser können schon ab 99 Cent Artikel des FONO FORUM von den 50er Jahren bis heute nachlesen. So auch das Porträt über Georg Friedrich Haas.

https://www.fonoforum.de/archiv/archiv/artikel/2013/11/mikrotonale-utopien/

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