Rettungsschirmkonzert in Ulrichshausen. Bild: Taslair Martens
Rettungsschirmkonzert in Ulrichshausen. Bild: Taslair Martens

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Die Festspiele fanden teils per Übertragung, aber auch live statt.

Mit Livestreams und Konzertvideos im Internet, 30 kurzfristig konzipierten Konzerten im August sowie 30 neu aufgelegten Veranstaltungen im September haben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in diesem Sommer ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Hinzu kamen das Eröffnungs-, ein Rettungsschirm- sowie zwei Dankeschön-Konzerte für Spenderinnen und Spender. Durch die anhaltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten Anfang Mai 117 für den Festspielsommer geplante Konzerte abgesagt werden. Zuvor war bereits der Festspielfrühling Rügen im März ausgefallen. Mit dem traditionellen Abschlusskonzert folgte am 12. September das Finale dieser einmaligen Saison. Vom 12. Juni bis zum 12. September besuchten insgesamt 5.614 Besucherinnen und Besucher die 64 Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Noch unter dem ehemaligen Intendanten Dr. Markus Fein wurde parallel zu dem Eröffnungskonzert am 13. Juni ein #netzspielsommer ins Leben gerufen, beim dem 45 Künstlerinnen und Künstler oder Ensembles per Onlinestream Konzerte spielten, sich vorstellten, Videobotschaften sandten und Mitmachfilme zeigten. Am 13. und 14. Juni schauten insgesamt über 2.000 User und Userinnen im Netz den Stream auf der Internetseite der Festspiele oder auf der Homepage des Kooperationspartners NDR. Im August legte das Team 30 neue Veranstaltungen kurzfristig neu auf.

Im September führten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern um die neue Intendantin Ursula Haselböck die 30 im vergangenen November im Gesamtprogramm angekündigten Konzerte – in angepasster Form – durch. Parallel dazu stornierte das Team seit Mai über 60.000 Karten für Sommerkonzerte und erstattete den Käufern und Käuferinnen ihr Geld zurück. Der im Mai ausgerufene private Rettungsschirm für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern steht zum Ende der Saison bei 857.260 Euro.

Intendantin Ursula Haselböck: „Eine Bilanz muss sich gemeinhin mit den Zahlen des Vorjahres vergleichen lassen. In diesem Jahr kann die Bilanz nur lauten: Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern danken den Menschen im Land! Ich danke Ihnen, liebes Publikum, dass Sie an uns glauben, diese ungewöhnlichen, kurzfristig neu aufgelegten Konzerte besucht haben und uns in zahllosen Gesprächen, E-Mails und Nachrichten gedankt und Mut zugesprochen haben.

Ein großer Dank geht zudem an unsere Künstlerinnen und Künstler. Unter schwierigen Umständen haben sie es vermocht, uns fantastische Konzerterlebnisse zu bescheren und die situationsbedingt karg besetzten Säle endlich wieder mit Musik zu füllen. Wir schließen uns dem langanhaltenden Applaus bei jedem Konzert an.

Nicht zuletzt dankt das Team Ihnen und den zahlreichen Unternehmen, Förderern und Initiativen für Ihre Unterstützung in dem privaten Rettungsschirm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin optimistisch, dass wir bis zum Jahresende den Eine-Million-Euro-Rettungsschirm aufgespannt haben werden. Auch dem Land Mecklenburg-Vorpommern gilt unser Dank für seine Unterstützung. Dieses Jubiläumsjahr für unser Festival war anders als geplant und stellte uns alle vor unerwartete Herausforderungen. Die große Solidarität der Festspielfamilie macht mir Hoffnung, dass wir auch in den kommenden Jahren Musik nach Mecklenburg-Vorpommern bringen können."

Premiere für den Festpielwinter

Erstmals in der Geschichte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern präsentiert das Festival vom 4. November bis zum 16. März 2021 einen Festspielwinter mit 45 Konzerten. Ergänzend zu den bestehenden Advents- und Neujahrskonzerten werden zahlreiche Musikerinnen und Musiker – darunter Götz Alsmann, Iveta Apkalna, Martynas Levickis und Rudolf Buchbinder – zurück nach Mecklenburg-Vorpommern kommen und ihre für den Sommer geplanten Veranstaltungen nachholen.

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