Igor Levit. Foto: Robbie Lawrence
Igor Levit. Foto: Robbie Lawrence

Luzern antizipiert Beethovenjahr

Rudolf Buchbinder spielt alle fünf Klavierkonzerte, Igor Levit setzt seinen Sonaten-Zyklus fort - in Luzern beim Piano-Festival vom 16. -24. November steht Beethoven im Zentrum.

Beethovens Klavierkonzerte und -sonaten zählen zu den bedeutendsten Werken der Klavierliteratur – und sie prägen das diesjährige Piano-Festival. Am Anfang steht ein Beethoven-Wochenende im Konzertsaal des KKL Luzern, das Rudolf Buchbinder mit den Festival Strings Lucerne gestaltet: Alle fünf Klavierkonzerte erklingen an zwei Abenden. Igor Levit setzt zum Ende des Festivals seinen Beethoven-Zyklus fort. Zwischen diesen Eckpfeilern werden Mitsuko Uchida, die beiden russischen Meisterpianisten Evgeny Kissin und Arcadi Volodos und der isländische Senkrechtstarter Víkingur Ólafsson mit Rezitalen auftreten. In der Debutreihe sind Claire Huangci, Danae Doerken und Alexander Ullman zu erleben.

Rudolf Buchbinder ist seit Jahrzehnten für seine Beethoven-Interpretationen berühmt. Am Eröffnungsabend des Piano-Festivals spielt er das zweite, dritte und vierte Klavier-Konzert mit den Festival Strings Lucerne, das erste und das fünfte am Tag darauf. Igor Levit setzt seinen Beethoven-Sonatenzyklus mit einem dritten und vierten Abend fort und präsentiert insgesamt neun Sonaten, darunter die Appassionata op. 57. Zwei der gefragtesten russischen Pianisten unserer Zeit, Evgeny Kissin und Arcadi Volodos, sind an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu hören. Kissin präsentiert ebenfalls ein Beethoven-Programm, das unter anderem die Sonate pathétique c-Moll op. 13 und die Eroica-Variationen op. 35 enthält. Arcadi Volodos setzt einen Schwerpunkt auf Franz Liszt, den er mit Robert Schumanns Kreisleriana op. 16 koppelt. Von der New York Times als der «isländische Glenn Gould» bezeichnet, zählt der 35-jährige Víkingur Ólafsson zurzeit zu den erfolgreichsten Newcomern der Branche. In seinem Konzert kombiniert er Originalwerke von J. S. Bach mit diversen Transkriptionen, zu hören sind unter anderem Arrangements von Sergej Rachmaninow und Alexander Siloti. Als eine der bedeutendsten Schubert-Interpretinnen gilt Mitsuko Uchida: Sie präsentiert einen reinen Schubert-Abend mit den drei Sonaten a-Moll D 537, C-Dur D 840 und B-Dur D 960.

Debutkonzerte in der Lukaskirche gestalten die Gewinnerin des Ersten Preises beim Concours Géza Anda 2018, Claire Huangci; die deutsch-griechische Pianistin Danae Doerken, die bei Karl-Heinz Kämmerling und Lars Vogt studierte; und der Brite Alexander Ullman, der 2011 den Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerb in Budapest gewann. Martin Meyer ist auch dieses Jahr wieder mit zwei Piano Lectures zu erleben, unter anderem zum Thema «Beethoven – gestern und heute».

Das Jazz-Festival im Festival «Piano Off-Stage» wird am Dienstagabend traditionell im Luzerner Saal des KKL Luzern von acht internationalen Jazz-Pianisten eröffnet. Im Anschluss treten sie an fünf Abenden in Luzerner Bars auf. Auch 2019 findet wieder ein Meisterkurs in Kooperation mit der Hochschule Luzern – Musik statt, Details werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

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