Musikschüler mit Instrumenten vor dem Riesen. Foto: Swarovski Kristallwelten
Musikschüler mit Instrumenten vor dem Riesen. Foto: Swarovski Kristallwelten

Licht und Schatten in den Kristallwelten

Unter der Leitung des Komponisten Thomas Larcher bietet das Tiroler Musikfestival „Musik im Riesen“ ein spanndendes Programm. Dazu gibt es auch eine Hommage an Philip Glass, der selber zu Gast sein wird.

Sein 15-jähriges Bestehen feiert das Musikfestival „Musik im Riesen“ vom 24. bis 27. Mai 2018, indem es einige zentrale Programmlinien vertieft und zusammenführt. Und mit Philip Glass würdigt das Kammermusikfestival der Swarovski Kristallwelten in Wattens/Tirol einen der einflussreichsten Komponisten der Gegenwart. Vokalmusik aus Renaissance und Barock sowie klassische Werke für Streichquartett und -quintett stehen in fünf weiteren Konzerten auf dem Programm.

Thomas Larcher, künstlerischer Leiter des Festivals, greift im Jubiläumsjahr einige wesentliche kammermusikalische Themen auf: Streichquartette, Klavierwerke in unterschiedlichen Besetzungen und Vokalmusik. Dafür konnten Musiker gewonnen werden, „die wir schon seit vielen Jahren wieder einladen wollten, wie das Quatuor Ébène, Vox Luminis und das Tetzlaff Quartett, dazu den Tenor Julian Prégardien und Les Talens Lyriques.“

Ein besonderes Ereignis ist der Porträtabend für Philip Glass – „und eine seltene Gelegenheit, den Komponisten nicht nur im Gespräch, sondern auch als Interpreten seiner eigenen Werke zu erleben“, wie Thomas Larcher betont.

In Wort und Ton gibt „Musik im Riesen“ Einblick in das Schaffen des 1937 geborenen US-amerikanischen Komponisten und rückt dabei seine Klaviermusik ins Zentrum. Bis zu vier Klaviere zugleich kommen im ersten Teil des Konzerts in der Manufaktur im Swarovski Werk 1 zum Einsatz. Gespielt wird die Glass’sche Kammermusik vom US-amerikanischen Dirigenten und Pianisten Dennis Russell Davies sowie von Maki Namekawa, Francesco Prode, Emanuele Torquati und Philip Glass selbst.

Im zweiten Teil dirigiert Davies das „Tirol Concerto for Piano and Orchestra“ – Maki Namekawa am Klavier wird dabei vom Tiroler Kammerorchester InnStrumenti begleitet. Seit 2000 bekannt als musikalisches Thema von Fernsehsendungen und Kinospots, ist das „Tirol Concerto“ aus der Feder von Philip Glass zu einem unverwechselbaren Tiroler Klangbild geworden.

Auf eine der wesentlichen Gattungen der klassischen Musik, das Streichquartett und seine erweiterten Formen, legt Festivalleiter Thomas Larcher ein besonderes Augenmerk. Seiner Einladung in die Swarovski Kristallwelten ist dieses Mal unter anderem das Quatuor Ébène gefolgt, welches das Festival mit einem Programm rund um die Werke Ludwig van Beethovens eröffnet.

Zwei Tage darauf erklingt ein Streichquartett von Felix Mendelssohn-Bartholdy, wenn das Tetzlaff Quartett zu Gast ist. Dessen vier Musiker sind in der Branche äußerst renommiert: die beiden Solisten Christian Tetzlaff (Violine) und seine Schwester Tanja Tetzlaff (Cello) sowie die Konzertmeisterin der Zürcher Oper, Hanna Weinmeister (Viola) und Elisabeth Kufferath (Violine).

Ähnliches gilt für das Quintett, das das letzte Konzert des Festivals 2018 bestreitet: Die Geigerin Hyeyoon Park, der Cellist Kian Soltani, der Pianist Benjamin Grosvenor, Bratscher und Komponist Brett Dean sowie der Kontrabassist Leon Bosch beschließen „Musik im Riesen“ 2018 unter anderem mit Schuberts „Forellenquintett“.

Wo die Streicher Glanzlichter mit Musik der Klassik und Romantik setzen, besingt der Tenor Julian Pregardien die Liebe im Klang des Barock. Instrumental begleitet wird er bei den „Chants d’amour“ von Musikern des Ensembles Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset. Erinnerungen an eines der atmosphärisch dichtesten und schönsten Konzerte des Festivals weckt schließlich das belgische Vokalensemble Vox Luminis, das 2014 mit Heinrich Schütz’ „Musikalischen Exequien“ in Wattens gastierte. Diesmal hat das Alte-Musik-Ensemble unter dem Titel „Light and Shadow“ Kompositionen aus Englands Renaissance und Barock ausgewählt – ein Motto, das zu den Swarovski Kristallwelten mit ihren im Licht funkelnden Kunstwerken besonders gut passt.

www.kristallwelten.com/musik.

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