Die Glocke, Aussenansicht mit Dom. Foto: Mark Bollhorst
Die Glocke, Aussenansicht mit Dom. Foto: Mark Bollhorst

Konzerthaus Die Glocke wird renoviert

Der Bund gibt 40 Millionen Euro für den Um- und Ausbau des Bremer Konzerthauses Die Glocke.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Sitzung am 26. November 2020 Gelder für bremische Kultureinrichtungen auf den Weg gebracht. Von den Bundesmitteln sollen das Konzerthaus „Die Glocke“, das Übersee-Museum und ein neu zu entwickelndes „Stadtmusikantenhaus“ profitieren. „Ich freue mich sehr, dass die Aktivitäten bremischer Kulturakteure vom Bund mit so viel Rückhalt versehen worden sind“, erklärt der Senator für Kultur, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte. Und weiter: „Das ist ein guter Tag für Bremen, ein wichtiges Signal für die Kultur und für die Attraktivität der ganzen Stadt. Ich bedanke mich herzlich bei unseren Bundestagsabgeordneten Elisabeth Motschmann und Sarah Ryglewski für deren Einsatz.“

Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Kristina Vogt, erklärte: „Mit diesen drei Projekten wird die Weiterentwicklung der Innenstadt vorangebracht. Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor, auch für unsere Wirtschaft. Eine lebendige Kulturszene und eine positive wirtschaftliche Entwicklung gehen immer Hand in Hand. Damit setzen wir ein Signal, auch und gerade über die Corona-Pandemie hinaus. Mein Dank geht an alle beteiligten Akteurinnen und Akteure für diese wichtigen Impulse.“

Der Haushaltsausschuss des Bundestages reservierte rund 40 Millionen Euro für die Sanierung des Konzerthauses „Die Glocke“. Bürgermeister Dr. Bovenschulte: „Dies unterstreicht das international hohe Renommee unseres Konzerthauses.“ Die eigentliche Arbeit beginne für das ehrgeizige Projekt aber erst jetzt. Die derzeit vorliegenden Unterlagen gehen von einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro aus. Bürgermeister Bovenschulte und Wirtschaftssenatorin Vogt schlagen vor diesem Hintergrund in einem ersten Schritt die Erarbeitung eines Masterplans vor, um auf dieser Grundlage die Prüfung und Bewertung der Finanzierung vorzunehmen. Dieser Plan muss neben einem innovativen künstlerischen Konzept auch eine Standortbewertung, eine Besucherpotentialanalyse und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gerade mit Blick auf die von Bremen zu leistenden tatsächlichen Kosten und die damit in Rede stehenden Folgekosten enthalten. Klar ist: Die Steigerung der Attraktivität dieser Bremer Institution sei nötig und als finanzielle Kraftanstrengung nicht zum Nulltarif zu haben und auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage der Stadt nach der Corona-Pandemie zu bewerten.

Fünf Millionen Euro wurden zudem für ein "Stadtmusikantenhaus“ reserviert, das im Kontorhaus Am Markt/Ecke Langenstraße entstehen soll. Bürgermeister Dr. Bovenschulte: „Das Märchen der Gebrüder Grimm trägt den guten Ruf unserer Stadt in die Welt hinaus und das neben dem Rathaus stehende Stadtmusikanten-Denkmal von Gerhard Marcks ist eine herausragende Gäste-Attraktion. Das Potenzial der Geschichte und der Figuren lässt sich noch viel tiefer ausschöpfen.“ In Vorbereitung sind hier zum einen ein multifunktionales Veranstaltungs- und Literaturcafé. Zum anderen soll die große thematische Bandbreite des berühmten Märchens ansprechend und inhaltlich fundiert in einer Ausstellung aufbereitet und modern erzählt werden. Eine enge Einbindung und Vernetzung mit den Kulturakteuren der Stadt sei selbstverständlich. Auch hier, so betont der Bürgermeister, stehe man am Anfang, und es gelte jetzt, eine vertiefte Planung zu erarbeiten.

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