Bald 200 Jahre Musikgeschichte: das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. Bild: Felix Löchner
Bald 200 Jahre Musikgeschichte: das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. Bild: Felix Löchner

Konzerthaus Berlin bereitet 200. Geburtstag vor

Im Mai 2021 soll in der Berlin groß gefeiert werden. Auch mit Webers Freischütz.

„Alles bleibt anders" lautet das Motto der Jubiläumssaison am Gendarmenmarkt. Das Konzerthaus Berlin nimmt sein 200-jähriges Bestehen zum Anlass, den Blick nach vorn zu richten: Auftragswerke, neue Kompositionen und digitale Experimente gehören zu dem, was das Publikum in der kommenden Spielzeit erwartet.
 
„Über zwei Jahre haben wir die Jubiläumssaison vorbereitet. Vielleicht kommt aufgrund der aktuellen Situation manches anders, und wir werden nicht oder nicht immer das spielen können, was angekündigt ist. Ich sehe darin aber auch eine Chance, kreativ zu werden und zu improvisieren. Die Auseinandersetzung mit unserer bewegten 200-jährigen Geschichte, in der die Instrumentalisierung von Kunst, Zerstörung und Wiederaufbau Kapitel bilden, zeigt: Kulturinstitutionen überleben. Wo aber steht die klassische Musik aktuell, und wohin bewegt sie sich? Diese Fragestellung hat uns dazu veranlasst, viele Kompositionsaufträge zu vergeben und junge Ensembles einzuladen," bilanziert Konzerthaus-Intendant Sebastian Nordmann.

„200 Jahre Freischütz" am Gendarmenmarkt – die Uraufführung von Webers romantischer „Nationaloper" und deren erzählerisches Leitmotiv „Der Pakt mit dem Teufel" bilden die Klammer der Jubiläumssaison am Konzerthaus Berlin. Zum Auftakt der Saison dirigiert Christoph Eschenbach das Konzerthausorchester Berlin mit der „Freischütz"-Ouvertüre sowie thematisch verwandten Werken von Berlioz, Schumann und Schnittke. Am 18. und 19. Juni 2021 schließt sich der Kreis für den Chefdirigenten und das Orchester mit einer Neuinszenierung des gesamten „Freischütz" im Großen Saal durch die katalanische Operngruppe La Fura dels Baus. Während der Saison wird der zeitlose menschlich-dämonische „Teufelspakt" außerdem durch zahlreiche Auftragswerke ins 21. Jahrhundert transformiert. Ein weiterer Höhepunkt: Neben der aktuellen „Artist in Residence" Anna Prohaska, die mit sieben Projekten zu Gast ist (darunter der Saisonauftakt und die Rolle des „Ännchen" im „Freischütz"), gratulieren elf von dreizehn ehemaligen „Artists in Residence" mit hochkarätigen Kammerkonzerten oder als Solisten mit dem Konzerthausorchester. Am 26. Mai 2021, also auf den Tag genau 200 Jahre nach Eröffnung des Hauses, wird dieses Ereignis in einer Jubiläumsgala mit Festakt gewürdigt. Das Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach und Organist Cameron Carpenter (Artist in Residence 2017/18) gestalten das musikalische Programm.

 

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