Konstantin Krimmel | Saga

Konstantin Krimmel | Saga

Mehr als ein Dutzend Auszeichnungen hat Konstantin Krimmel in den vergangenen Jahren abgeräumt. Und für seine Debüt-CD möchte man ihm gleich die achte dazu verleihen. Der junge Bariton singt romantische Balladen von Loewe, Schumann, Schubert und Jensen – eine echte Entdeckung! – und präsentiert sich dabei im Teamwork mit seiner Klavierpartnerin Doriana Tchakarova schon jetzt, mit Mitte zwanzig, als herausragender Liedinterpret.


Der gebürtige Ulmer, der 2020 sein Studium an der Musikhochschule in Stuttgart abschließen wird, verfügt über ein wunderbar balsamisches Timbre mit einer leichten Höhe und einer geschmeidigen Verbindung der Register, er dosiert sein Vibrato geschmackvoll und präsentiert sich als begnadeter Erzähler. Sensibel unterstützt von Doriana Tchakarova, gestaltet er natürlich und klar; man versteht buchstäblich jedes einzelne Wort, ohne sich von Konsonanten angespuckt zu fühlen.
Dabei entfalten die beiden ein breites Spektrum an Farben, das den wechselnden Stimmungen der Miniaturdramen folgt: In Schumanns „Belsatzar“ inszeniert Krimmel einen Kontrast aus lärmendem Trubel, giftiger Leuchtkraft und gehauchter Schockstarre, in Loewes Version des „Erlkönigs“ nutzt er seine Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll, um die verschiedenen Rollen – den Vater, den ängstlichen Sohn und den todessüß säuselnden Erlkönig – in direkter Rede darzustellen.
In der Verzahnung von Erzählfluss und vokalem Strömen entfachen Konstantin Krimmel und Doriana Tchakarova einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Wer etwa den unwiderstehlichen Lockruf und das schaurige Ende von Adolf Jensens „Die Braut“ gehört hat, wird die CD nicht so schnell wieder aus der Hand geben.

Marcus Stäbler

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Saga. Balladen von Loewe, Jensen, Schubert, Schumann; Konstantin Krimmel, Doriana Tchakarova (2018); Alpha

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