Marc-André Hamelin. Bild: Sim Cannety-Clarke
Marc-André Hamelin. Bild: Sim Cannety-Clarke

Kleines Bremer Klavierfest

Im Januar 2020 feiert in Bremen das kleine Klavierfestival „Auf schwarzen und weißen Tasten“ 30. Geburtstag.

Seit Jahren wird die Reihe von Radio Bremen und dem Sendesaal Bremen gemeinsam veranstaltet und mittlerweile sind hier viele renommierte Pianisten und Pianistinnen aus der ganzen Welt aufgetreten. Zum Jubiläum kommt der Kanadier Marc-André Hamelin in den Sendesaal. Dazu gesellen sich mit Joseph Moog und Severin von Eckardstein zwei deutsche Pianisten der jüngeren Generation.

Den Auftakt macht am Samstag, dem 11. Januar 2020 Joseph Moog. Neben dem gängigen Repertoire überrascht Moog in seinen Konzerten immer wieder mit pianistischen Raritäten, z. B. von Godowsky, Rubinstein, Busoni oder Moszkowski. In den vergangenen Jahren wurde der Künstler mit internationalen Preisen regelrecht überhäuft. So gewann er bereits zweimal den renommierten „International Classical Music Award“ und den begehrten „Gramophone Award“ in England. 2016 wurde Joseph Moog für den bedeutendsten Musikpreis der Welt, den amerikanischen „Grammy“ nominiert. Im Bremer Sendesaal wird Moog Stücke von Schubert, Liszt, Fauré und Ravel spielen.

Marc-André Hamelin

Das zweite Konzert am Mittwoch, dem 15. Januar 2020 wartet mit einer echten Sensation für Klavierfans auf, denn mit dem 1961 geborenen Kanadier Marc-André Hamelin präsentiert sich einer der Superstars der Klavierwelt im Sendesaal. Als Hamelin am 22. Mai 1999 sein Debüt bei den „Schwarzen und weißen Tasten“ gab, war er noch ein Geheimtipp unter Klavierkennern. Nun kehrt er zurück als pianistische Legende und einer der weltweit renommiertesten Klavierkünstler der Gegenwart. So wurde der Künstler allein in Deutschland 18 Mal mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Im Bremer Sendesaal wird Marc-André Hamelin ein für ihn typisches Programm mit Stücken von Skrjabin, Prokofiev, Feinberg und Schubert vorstellen.

Das Finale des kleinen Festivals bestreitet am Samstag, dem 18. Januar 2020 der in Düsseldorf geborene Severin von Eckardstein. Der 1978 geborene Künstler ist einer der weltweit führenden Interpreten der Klavierwerke des Russen Nikolai Medtner, er spielt aber auch modernere Musik von Komponisten wie Olivier Messiaen oder Sidney Corbett.

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