Fatma Said. Bild: Felix Bröde
Fatma Said. Bild: Felix Bröde

Klassik-Charts mit Blick über Europa hinaus

Selige Stunden, hochgelobter Beethoven und manche Klangfarben aus fernen Ländern finden sich in den Klassik-Charts.

„El Nour" - das Licht - kann man im trüben November gut gebrauchen. Und so erhellt Fatma Said (siehe FONO FORUM 11/2020) mit ihrem vielbeachteten Debütalbum auch die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Die ägyptische Sopranistin schlägt eine Brücke zwischen europäischer und arabischer Kultur, indem sie exotische Werke von Bizet, Berlioz und Ravel mit den Klängen ihrer Heimat verbindet. Auf Rang sechs landet sie den höchsten Neueinstieg.

Die musikalische Weltreise geht an achter Stelle weiter, wo der mexikanische Tenor Rolando Villazón gemeinsam mit dem französischen Harfenisten Xavier de Maistre eine Auswahl lateinamerikanischer Canciones zum Besten gibt. Ganz klassischen Stoff hat sich Christoph Koncz eine Position dahinter herausgesucht. Das Multitalent, das seit 2011 Mitglied der Wiener Philharmoniker ist, trägt Mozarts „The Complete Violin Concertos" auf dessen originaler, jahrhundertealter Geige vor. Auch Pianistin Hélène Grimaud und die Camerata Salzburg („The Messenger", zehn) erreichen die Top 10.

Beliebtestes Klassikalbum der Republik bleibt Lang Langs „Bach: Goldberg Variations". Startenor Jonas Kaufmann („Selige Stunde") holt Silber, während Klaviervirtuose Igor Levit auf den Plätzen drei („Beethoven: Complete Piano Sonatas") und fünf („Encounter") gleich doppelt punktet.

Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Händlern.

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