Auftritt des Musiklabors München in der Mongolei. Foto: Rentsendorj Bazarsukh
Auftritt des Musiklabors München in der Mongolei. Foto: Rentsendorj Bazarsukh

Klangbrücke Mongolei - München

Das staatliche Konservatorium der Mongolei aus Ulan Bator und die Münchner Hochschule bauen ihren Austausch aus.

 

 

 

 

 

Das Mongolian State Conservatory in Ulan Bator (MSC) und die Hochschule für Musik und Theater München werden ab dem Studienjahr 2020/2021 ihre Hochschulpartnerschaft umfassend und nachhaltig ausbauen. Dank einer Förderung durch den DAAD in Höhe von insgesamt 88.410 Euro für die zwei Studienjahre 2020/2021 und 2021/2022 kann die Partnerschaft substantiell erweitert werden. Das gaben Prof. Dr. Bernd Redmann, Präsident der HMTM, und Purevkhuu Tsgobadrakh, Direktor des MSC, heute in einer digitalen Pressekonferenz gemeinsam bekannt.
Prof. Dr. Bernd Redmann: »Wir freuen uns außerordentlich über die wunderbare Möglichkeit, unseren Austausch mit dem MSC in Ulan Bator mit Hilfe des DAAD auf nachhaltige Füße zu stellen. Für unsere Studierenden und Lehrenden, insbesondere in den Bereichen Jazz, Volksmusik, Instrumental- und Gesangspädagogik, aber auch im Bereich Musikethnologie eröffnen sich dadurch sehr attraktive Perspektiven. Wir spüren bereits jetzt eine große Offenheit und Neugier der Studierenden und Lehrenden auf beiden Seiten – das ist eine riesige Inspirationsquelle.«
Purevkhuu Tsogbadrak, Direktor des MSC: »Bereits in den vergangenen fünf Jahren haben wir erlebt, welche wichtigen Impulse unsere Studierenden und Lehrenden durch den Austausch zwischen unseren Hochschulen erhalten haben. Nun kann der gegenseitige Austausch dank der DAAD-Förderung wirklich beginnen. Wir sind sehr gespannt, wie die Lehrenden aus München die deutsche Musikkultur in unsere Hochschule tragen und welche Einblicke in die mongolische Kultur die Studierenden und Lehrenden aus Deutschland gewinnen werden. Es ist keine Zusammenarbeit allein von zwei Hochschulen – es ist ein Austausch von zwei Kulturen.«
Ab dem Studienjahr 2020/2021 werden pro Studienjahr drei Studierende der HMTM das Sommersemester in Ulan Bator studieren können. Im Gegenzug kommen pro Studienjahr drei Studierende des MSC für ein ganzes Studienjahr nach München. Neben dem Studierendenaustausch werden zwölf Kurzzeitdozenturen in der Länge von je drei Wochen finanziert. Pro Studienjahr werden somit drei Lehrende der HMTM an die MSC und drei der MSC an die HMTM reisen können. Außerdem umfasst die Förderung Sprachkurse, Reisen von Projektpersonal sowie ein studentisches Tutorium. Die Projektkoordination übernimmt der Musiker und Dozent Martin Zenker, der den Aufbau der Zusammenarbeit bereits seit der Anfangszeit begleitet.
Seit 2016 waren insgesamt fünf Studierende der HMTM im Rahmen von Studienreisen bis zu sechs Wochen in Ulan Bator zu Gast, neun Lehrende der HMTM waren ebenfalls für Kurzzeitdozenturen vor Ort. Die Dozentin Muncherdene Chuluunbat war bereits für einen Workshop in München. Seit 2018 studieren fünf Alumni des MSC regulär an der HMTM. Am 15. Mai 2019 schlossen die HMTM und das MSC einen offiziellen Partnerschaftsvertrag mit dem Ziel, den Studierenden- und Lehrendenaustausch zu fördern und gemeinsame künstlerische Projekte umzusetzen.

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