Prof. Dr. Martin Pfleiderer (links im Bild) bei einer Tagung. Foto: Maik Schuck
Prof. Dr. Martin Pfleiderer (links im Bild) bei einer Tagung. Foto: Maik Schuck

Klänge und Klangwelten

Eine wissenschaftliche Tagung in Weimar untersucht die Konzepte des Bauhaus in Bezug auf deren akutische Ausgestaltungen.

 

Wie prägen Klänge die Atmosphäre eines Gebäudes oder einer ganzen Stadt? Und wie werden künstliche Klangwelten, etwa im Kino, in Computergespielen oder in Klanginstallationen gestaltet? Klänge und Klangwelten sind in den vergangenen Jahrzehnten auf vielfältige Weise in den Fokus von Architekten und Stadtplanern, Audio-Designern und Musikproduzenten sowie historischer und kulturwissenschaftlicher Forschung gerückt. Neue Praxis- und Forschungsfelder sind entstanden, in denen etwa die Geschichte der Klänge und Klangtechnologien, urbane und ländliche Klanglandschaften (‚Soundscapes') und deren Klangökologie, das auditive Design von alltäglichen Lebensräumen und Konsumprodukten sowie die künstlerische Gestaltung von Klang in Musik, Kunst und Film diskutiert werden.

Die interdisziplinäre und internationale Tagung „Gestaltung von Klangwelten" stellt sich vom 20. bis 22. September im Goethe Nationalmuseum in Weimar aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Gründung des Bauhauses in Weimar die Aufgabe, die Bauhaus-Konzepte von Architektur, Design und Gestaltung auf ihre Bedeutung für die aktuellen Entwicklungen in auditiver Raumgestaltung und Architektur, Audio-Design, Musikproduktion und Klangkunst zu befragen.

Obwohl sich die führenden Akteure des Bauhauses in ihren Schriften nur indirekt mit Fragen einer klanglichen Gestaltung der menschlichen Lebenswelt beschäftigt haben, scheinen ihre Konzepte in den entsprechenden Forschungs- und Praxisfeldern bis heute durch. Die Organisatoren der internationalen Tagung, Professor Martin Pfleiderer und Dr. Fabian Czolbe vom Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena der HfM Weimar und FSU Jena, haben zur Diskussion dieser Fragen Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Praxis- und Forschungsbereichen eingeladen.

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