Die Preisträgerin Hanna Hartman. Bild: Hanna Hartman
Die Preisträgerin Hanna Hartman. Bild: Hanna Hartman

Karl-Sczuka-Preis 2021 für Hanna Hartman

Jury würdigt das Hörstück "Fog Factory" der schwedischen Klangkünstlerin und Komponistin.

Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2021 geht an die in Berlin ansässige schwedische Klangkünstlerin, Komponistin und Performerin Hanna Hartman für ihr Hörstück "Fog Factory". Die Auszeichnung wird vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Die freie Autorenproduktion im Auftrag der SEAMS (Society for Electroacoustic Music in Sweden) wurde im Oktober 2020 beim "Echoes around me Festival" in Wien uraufgeführt. Der Karl-Sczuka-Preis gilt als international wichtigste Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst. Die Verleihung findet am 17. Oktober im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2021 statt. Einen Mitschnitt und das Preisträgerstück sendet SWR2 am selben Abend. Die Jury in ihrer Begründung: "Der Karl-Sczuka-Preis 2021 geht an das akusmatische Stück `Fog Factory` von Hanna Hartman. Basierend auf Originaltonmaterial und Klängen eines Buchla 200 Modular Synthesizers entwickelt die Künstlerin eine eigene akustische Sprache voller Poesie. Die aus ihrem Kontext gelösten Klänge gewinnen in diesem Hörwerk eine neue sonische Intensität. Der spielerisch alliterierende Titel von Hartmans konziser Arbeit kann als Beschreibung des künstlerischen Verfahrens gelesen werden, bei dem akustisches Material zwischen verschiedenen Aggregatzuständen changiert." Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt", verliehen. In diesem Jahr wurden 77 Wettbewerbsbeiträge aus 21 Ländern eingereicht. Über die Preisträger hat am Donnerstag (8. Juli) in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz des bildenden Künstlers Olaf Nicolai entschieden. Weitere Jurymitglieder waren Julia Cloot, Michael Grote, Thomas Meinecke und Julia Mihály. Der Karl-Sczuka-Preis ist nach dem Hauskomponisten der SWF-Gründerjahre benannt und wurde erstmals 1955 vergeben.
 

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