KONbarock. Foto: Andrea Scholz
KONbarock. Foto: Andrea Scholz

Kammermusikensembles in Magdeburg

Der 10. Internationale Telemann-Wettbewerb beginnt am kommenden Sonntag in Magdeburg. Bis zum 17. März wetteifern junge Musikerinnen und Musiker aus 14 Nationen um die begehrten Preise.

Der äußerst anspruchsvolle Wettbewerb ist in diesem Jahr für Kammermusikensembles ausgeschrieben. Die Jubiläumsausgabe startet mit einer öffentlichen Begrüßung der Teilnehmenden am Sonntag um 17 Uhr im Gesellschaftshaus. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Magdeburger Ensemble KONbarock des Konservatoriums „Georg Philipp Telemann“. 

In drei öffentlichen Wettbewerbsrunden präsentieren die Ensembles Werke von Telemann und seinen Zeitgenossen, die in Form und Besetzung sehr unterschiedlich sind. Das abwechslungsreiche Wettbewerbsprogramm wird durch ein attraktives Begleitprogramm ergänzt und endet mit der Preisverleihung im festlichen Abschlusskonzert. Insgesamt können Auszeichnungen im Gesamtwert von 21.500 Euro vergeben werden.  

Die erste Wettbewerbsrunde findet am Montag und Dienstag (11. und 12. März), jeweils ab 16 Uhr im Schinkelsaal des Gesellschaftshauses Magdeburg statt. Die zweite Runde läuft am Mittwoch, 13. März, ab 16 Uhr, und am Donnerstag, 14. März, ab 11 Uhr. Nach der Finalrunde am Sonnabend, 16. März, ab 10 Uhr, erklingt das festliche Abschlusskonzert am Sonntag, 17. März, um 11 Uhr. Die Leistungen der jungen Ensembles werden von einer hochkarätig besetzten internationalen Fachjury bewertet, die unter der Leitung von Prof. Dr. Barthold Kuijken steht. Der Jury gehören zudem Prof. Chiara Banchini, Prof. Dr. Ewald Demeyere, Prof. Carin van Heerden und Prof. Eva Maria Pollerus sowie Prof. Rebeka Rusó und Prof. Michael Schneider an.

Seit seiner Gründung im Jahr 2001 wird der Wettbewerb zum vierten Mal für Kammermusikensembles ausgeschrieben. Um die Teilnahme konnten sich ausschließlich Instrumentalensembles bewerben, denen die historisch orientierte Aufführungspraxis als grundlegendes Interpretationsanliegen dient. Jedes Ensemblemitglied muss auf einem historischen Instrument oder dessen Nachbau spielen, wobei nur jene Instrumente zugelassen sind, für die Telemann Kammermusik komponiert hat. 

Ausgelobt sind drei Hauptpreise, darunter der mit 7.500 Euro dotierte Preis der Mitteldeutschen Barockmusik, mehrere Sonderpreise sowie der Bärenreiter Urtext-Preis und der von der Stadtsparkasse Magdeburg gestiftete Publikumspreis. Ferner werden Konzertverpflichtungen in Aussicht gestellt, unter anderem im Rahmen der Magdeburger Telemann-Festtage und des Bachfestes Leipzig.  

Der Internationale Telemann-Wettbewerb genießt inzwischen hohes internationales Renommee. Mehr als 400 junge Musikerinnen und Musiker aus 42 Ländern von fünf Kontinenten beteiligten sich bislang an den Wettbewerben in Telemanns Geburtsstadt. Die Jubiläumsausgabe des Internationalen Telemann-Wettbewerbs steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Die Mezzosopranistin Geneviève Tschumi gewann den Internationalen Telemann-Wettbewerb 2017. Jetzt gibt es ein Wiedersehen und -hören mit der jungen Schweizerin. Gemeinsam mit dem „barockwerk hamburg“ gastiert sie in einem Konzert mit geistlichen und weltlichen Kantaten Telemanns am Freitag, 15.3., 19.30 Uhr, im Gesellschaftshaus. Die Biederitzer Kantorei führt auch 2019 die Tradition fort, jedes Jahr eine Telemann-Passion in der Geburtsstadt des Komponisten aufzuführen. So erklingt am Sonnabend, 16.3., 17 Uhr in der Magdeburger Pauluskirche die „Matthäuspassion 1758“ TVWV 5:43. Das Konzert unter der Leitung von KMD Michael Scholl markiert gleichzeitig die Eröffnung des Biederitzer Musiksommers, der in diesem Jahr, ebenso wie die Biederitzer Kantorei, sein 30jähriges Jubiläum feiert.  Im „Abschlusskonzert“ am Sonntag, 17.3., um 11 Uhr im Gesellschaftshaus werden die Preisträger des 10. Internationalen Telemann-Wettbewerbs ausgezeichnet und präsentieren Ausschnitte aus ihren Wettbewerbsprogrammen.

In der Talkreihe „otto hat gesellschaft“ begrüßt Stadtmanager Georg Bandarau am Donnerstag, 14.3., um 18 Uhr, im Gesellschaftshaus den Juryvorsitzenden Barthold Kuijken sowie Anne Kaun und Roberto De Franceschi vom Ensemble „Camerata Bachiensis“, 1. Preisträger des Telemann-Wettbewerbs 2013.

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