Neuer GMD für Ulm: Felix Bender. Bild: Justus Thorau
Neuer GMD für Ulm: Felix Bender. Bild: Justus Thorau

Junger Generalmusikdirektor für Ulm

Felix Bender wird neuer Generalmusikdirektor des Theaters und der Stadt Ulm.

Als jüngster Bewerber in der Finalrunde konnte er sich am Ende durchsetzen: Der Absolvent der „Weimarer Dirigentenschmiede“, Felix Bender, wird neuer Generalmusikdirektor des Theaters und der Stadt Ulm. Der in Halle an der Saale geborene 34-Jährige hatte bis 2011 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in der Dirigierklasse von Prof. Gunter Kahlert, Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Anthony Bramall studiert. Er tritt sein Amt als Ulmer Generalmusikdirektor in der Nachfolge von GMD Timo Handschuh mit Beginn der nächsten Spielzeit an.

„Es ist ein großer Schritt und ich freue mich darauf, an einem Haus mit so langer und schöner künstlerischer Tradition musikalisch Verantwortung zu übernehmen“, sagt Felix Bender. „Eine riesige Ehre und Freude für mich!“ Er sehne sich schon nach dem aktiven Musizieren mit Solisten, Chören und Musikern vor Publikum, zeigt er sich hoffnungsvoll. „Außerdem spielt das Orchester manchmal im wunderschönen und erhabenen Ulmer Münster, das ist natürlich spektakulär!“, so der designierte GMD.

Für seinen ehemaligen Studenten freut sich auch sein früherer Weimarer Hauptfachlehrer Prof. Nicolás Pasquet, der von einem „beeindruckenden Werdegang“ spricht: „Mit seinen jungen 34 Jahren ist er nun einen gewaltigen Schritt weitergekommen und ich wünsche ihm alles Gute.“

Von 2010 bis 2013 war Felix Bender als 2. Kapellmeister am Nationaltheater Weimar engagiert und ab 2013 als 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Chemnitz. In der Spielzeit 2016/17 übernahm er kommissarisch das Amt des GMD in Chemnitz und dirigierte u.a. Aufführungen von Rinaldo, Figaro, Turandot, Werther, La Cenerentola, Lucia di Lammermoor, Tannhäuser und Parsifal.

Seit der Spielzeit 2018/19 wirkt er als ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig und dirigierte dort u.a. Vorstellungen von Tannhäuser, Butterfly, Faust, Turandot, Don Carlo, L’elisir d‘amore, La traviata, Verkaufte Braut und Der Freischütz. Daneben leitete er das Gewandhausorchester in Ballettabenden mit Werken von Bachs Magnificat bis Strawinskys Le sacre du printemps.

Zuvor leitete er u.a. die Einstudierungen von Wagners Walküre und Siegfried für den neuen Chemnitzer Ring sowie Vorstellungen von Rheingold, Rosenkavalier und Pique Dame. Außerdem gastierte er mit der Zauberflöte am Aalto-Theater in Essen, mit Wagners Holländer in Regensburg, Gounods Faust in Darmstadt, Otello in Lübeck, La Traviata in Kaiserslautern, Aubers Fra Diavolo in Erfurt sowie mit Händels Giustino und der Lautten Compagney Berlin on Tour.

Auf der Konzertbühne dirigiert er Orchester wie die Staatskapelle Dresden, Dresdner Philharmonie, MDR Sinfonieorchester, Konzerthausorchester Berlin und die Robert-Schumann-Philharmonie. Kürzlich gab er sein Debüt in der Elbphilharmonie in Hamburg, beim Orchestra Haydn di Bolzano auf Tour in Norditalien und bei den Essener Philharmonikern. Demnächst gastiert er u.a. beim Sinfornieorchester Basel, den Essener Philharmonikern und dem Residentie Orkest in Den Haag.

Felix Bender wurde 1986 in Halle (Saale) geboren und war Mitglied im Thomanerchor Leipzig. Er studierte in Weimar bei Prof. Gunter Kahlert, Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Anthony Bramall. Assistenzen bei Herbert Blomstedt am Leipziger Gewandhaus ergänzten sein Studium. 2008 erhielt er den 1. Preis und Publikumspreis beim Ring Award in Graz. 2011 wurde er in die Förderung des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats und die Künstlerliste „Maestros von morgen“ aufgenommen.

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