Jamina Gerl beim Klavier-Festival Ruhr. Foto: Karsten Mark
Jamina Gerl beim Klavier-Festival Ruhr. Foto: Karsten Mark

Junge Pianistin Jamina Gerl

Am kommenden Sonntag, den 17. Februar, sendet der Deutschlandfunk ab 21.05 Uhr die Aufzeichnung des Debütkonzerts von Jamina Gerl beim Klavierfestival Ruhr 2018.

Das Programm von Jamina Gerl beim Klavier-Festival Ruhr bot einen Rückblick um einhundertfünfzig Jahre in die Vergangenheit: in die Zeit der Februarrevolution, des Pariser Friedens und des Krimkriegs. Karl Marx stellte sein Manifest der kommunistischen Partei fertig und französische Komponisten bemühten sich um einen nationalen Stil, um die klassische Musik Frankreichs zu ihrer einstigen Größe zurückzuführen. Einer der Urväter war Camille Saint-Saëns, von dem zunächst musikalische Stimmungsbilder wie das Glockenspiel, Walzer und ein neapolitanisches Lied zu hören sind. Fortgesetzt durch seine Schüler und deren Schüler gibt es Wasserspiele eines Flussgottes, die  zu Debussys L’Isle joyeuse führen – der Insel der Freude und dem Reich der Liebe. Mit Nachtstücken, den sogenannten Nocturnes, von Gabriel Fauré und Frédéric Chopin geht es in intimere Klangwelten, gefolgt von Liszts dramatischer Ballade, die von Geistern und einer tragischen Liebesgeschichte erzählt. Zum Abschluss erklingen fantastische Tänze wie die Bourée fantasque, Walzer, Märsche und Polken von Emmanuel Chabrier, Dmitri Schostakowitsch und Sergei Prokofjew, die den russisch-französischen Kulturaustausch um diese Zeit, sowie die Entwicklung des französischen Balletts aktiv mitgestalteten.

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