Elena Bashkirova. Bild: Nikolaj Lund
Elena Bashkirova. Bild: Nikolaj Lund

Jüdisches (Musik-)Leben in Sachsen-Anhalt

Nach der Premiere im letzten Jahr entdeckt die zweite Ausgabe der KlangART Vision 2021 jüdische Musik und Kompositionen aus Sachsen-Anhalt.

Zum zweiten Mal beginnen am 10. April die Musikfesttage KlangART Vision. Zahlreiche Orchester, Institutionen und Künstler aus der Region beteiligen sich. Schwerpunkt in diesem Jahr ist jüdisches Leben in und Musik aus Sachsen-Anhalt. Seit 1700 Jahren ist der jüdische Glauben Teil unserer Gesellschaft. Wir sind durch jüdische Kultur maßgeblich geprägt. Das ist ein besonderes Erbe, das viele herausragende Protagonisten auch des öffentlichen Lebens zu diesem Anlass zusammenbringt. Die KlangART Vision ist Teil dieses bundesweiten Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland.

Die Veranstaltungen der KlangART Vision sollen jüdisches Leben musikalisch erlebbar machen, die Festtage sind ein bereicherndes menschenverbindendes Ereignis. So sind Konzerte in enger Partnerschaft mit den Jüdischen Kulturtagen, dem Freundeskreis Leopold Zunz Zentrum e.V. und der Moses-Mendelssohn-Akademie geplant, zu dem u.a. die israelische Singer-Songwriterin Noa, der Violinist Michael Barenboim, die Mezzo-Sopranistin Regina Pätzer und das ensemble mosaik eingeladen ist.

Als Artist ist Residence präsentiert die Pianistin Elena Bashkirova mit der Staatskapelle Halle unter der Leitung von Michael Wendeberg u.a. das Klavierkonzert „Panorama Ciego“ von Isabel Mundry. Mit ihrem Geist des einfühlsamen Miteinanders ist Elena Bashkirova die perfekte Künstlerin für dieses Festival, das zum Dialog einladen möchte.

„Uns den kulturellen Reichtum unserer Gesellschaft bewusst zu machen ist ein inspirierendes Anliegen – gerade jetzt“, so der künstlerische Leiter der KlangART Vision, Markus Steffen. Musik sei von jeher das natürliche Bindeglied zwischen Kulturen, Gesellschaften und Menschen.

Auftakt ist der 10. April 2021 mit der Anhaltischen Philharmonie in Dessau unter der Leitung von Markus Frank mit dem Programm „Auf dem Weg der Verheißung“.

Neben Halle und Dessau sind Konzerte in Halberstadt, Magdeburg und Naumburg geplant. Mit dem Nordharzer Städtebundtheater, dem Gesellschaftshaus in Magdeburg sowie der St. Wenzel Gemeinde in Naumburg, werden partnerschaftlich, gemeinsam Programme entwickelt und aufgeführt. Zeitgenössische Musik von Komponistenen aus Sachsen-Anhalt ist der verbindende Höhepunkt der diesjährigen Konzerte.

Außerdem erarbeiten Nachwuchskünstler mit erfahrenen Konzertmusikern in einem Workshop zeitgenössische Musikkompositionen. In Zusammenarbeit mit dem Musikalischen Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt und der Landeskunststiftung entstanden Partnerschaften, die die Verbreitung der musikalisch-künstlerischen Arbeit mit jungen Menschen fördern.

Ein weiterer Höhepunkt ist die musikalische Eröffnung des Deutschen Museumstags am 16. Mai unter der Schirmherrschaft von Bundesratspräsident Reiner Haseloff.

Aufgrund der Corona Beschränkungen werden der Offene Kanal Magdeburg und ihre Partnerkanäle aus Wettin und Wernigerode alle Veranstaltungen auf dem YouTube-Kanal und der Website des Festivals klangart-vision.de übertragen und können live miterlebt werden.

Hinter der KlangART Vision steht die International Academy of Media & Arts e.V. (IAMA). Der Hallenser Verein versteht sich als Schnittstelle zwischen Kunstschaffenden und Medien. Kernaufgabe der Academy ist u.a. auch die Förderung und Weiterbildung von kreativem Nachwuchs, der praktische, auf die Branche zugeschnittene Fähigkeiten entwickelt und trainiert.

Mit der KlangART Vision baut die International Academy of Media & Arts von Sachsen-Anhalt aus Brücken in die Welt. Schon die ersten Festtage im Herbst 2020 war ein menschenverbindendes Erlebnis in Zeiten der allgemeinen Kontaktbeschränkung.

www.klangart-vision.de

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