Jazz & Joy 2019 auf dem Platz der Partnerschaft. Foto: Bernward Bertram
Jazz & Joy 2019 auf dem Platz der Partnerschaft. Foto: Bernward Bertram

Jazz in der Nibelungenstadt

Worms: Jazz & Joy war auch in diesem Jahr eine Kombination verschiedener Schnittmengen des Jazz.

Die Veranstalter von „Worms: Jazz & Joy“ zogen eine positive Festivalbilanz: „Knapp 20.000 Besucher kamen diesmal zusammen und feierten gemeinsam die 29. Ausgabe des Festivals“, resümiert Sascha Kaiser, Geschäftsführer des Veranstalters. Das durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz geförderte Musikfestival ist gleichzeitig Aushängeschild für das Kulturland RLP und fester Bestandteil des regionalen Kulturprogramms in der Nibelungenstadt. Innerhalb von drei Tagen konnten auf fünf Bühnen insgesamt 36 Musikgruppen bewundert werden.

Neben Niedeckens BAP begeisterten am Festivalsonntag auch „Soul-Sultan“ Ed Motta, der international renommierte Wolfgang Haffner im Trio oder Enrico Rava virtuos in Quartettbesetzung. Das ursprünglich aus Kanada stammende Duo Kliffs sorgte mit seinen Klanggedichten für Jubel vor der Jugendherberge. „Blues at its best“ versprach und lieferte die Blues Company.

„Artist in Spotlight“ Pee Wee Ellis

Mit Überraschungen wartete der Festivalsamstag auf: Der mehrfach ausgezeichnete Jazz-Saxofonist Émile Parisien war „Special Guest“ und spielte gemeinsam mit dem Akkordeonist Vincent Peirani. Max Herre, der neben ersten Songs seines, für Ende August angekündigtem, neuen Album auch Freundeskreis-Hits wie „A-N-N-A“ oder „Vorhang“ im Gepäck hatte, bat ab dem dritten Lied seine Frau Joy Denalane mit auf die Bühne. Beide waren schon einmal zu Gast und freuten sich sichtlich, diesmal zusammen in Worms aufzutreten.

Zu den weiteren musikalischen Highlights gehörten die Auftritte von Yossi Fine & Ben Aylon, The Turbans oder Afrodisia. Bukahara aus Köln brachten den Marktplatz mit ihrer ansteckenden Mischung aus Gipsy, Reggae, Swing, Folk und Balkan Sound zum Tanzen.

Eines von seinen zwei Konzerten im Festivalprogramm spielte „Artist in Spotlight“ Pee Wee Ellis am Samstagnachmittag. Auf dem prall gefüllten Platz der Partnerschaft spielte die 78 Jahre alte Jazzlegende im Trio mit Danny Grisset und Christian Diener. Einen Tag zuvor erlebten die Festivalbesucher den ehemaligen musikalischen Leiter von James Brown in großer Formation mit seiner „Funk Assembly“ beim Eröffnungskonzert.

Im kommenden Jahr findet das 30. „Worms: Jazz & Joy“ vom 21. bis 23. August statt.

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