Haeree Yoo siegt im Horn-Wettbewerb. Foto: Universität Mozarteum/Christian Schneider
Haeree Yoo siegt im Horn-Wettbewerb. Foto: Universität Mozarteum/Christian Schneider

Horn im Mozartwettbewerb Salzburg

In der Sparte Horn des 14. Internationalen Mozartwettbewerbes der Universität Mozarteum Salzburg gewann mit Haeree Yoo eine Südkoreanerin.

Die junge Hornistin Haeree Yoo hat "abgeräumt": Der 1. Preis in Höhe von 10.000 Euro, der Publikumspreis in Höhe von 1000 Euro, der Sonderpreis der Universität Mozarteum Salzburg für die beste Interpretation des Auftragswerkes und der Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Wolfgang A. Mozart, ein Exemplar der Neuen Mozart-Ausgabe (Bärenreiter-Verlag), gestiftet von der Stiftung Mozarteum, gehen allesamt an die Südkoreanerin.

Die 24-Jährige spielte lange Klavier, bevor sie mit 16 Jahren das Horn für sich entdeckte. Anschließende nationale und internationale Erfolge bestätigten sie in ihrer Entscheidung. Im Oktober 2018 wagte sie nach dem Bachelor-Abschluss in Südkorea den Schritt nach Europa und zog nach Berlin, um an der dortigen Universität der Künste ihren Master zu machen. Mit Salzburg und der Universität Mozarteum verbindet sie nicht nur einen unvergesslichen Citytrip 2016, sondern auch ihre Liebe zu Mozart.

Mit dem 2. Preis in Höhe von 7000 Euro, gestiftet von der Universität Mozarteum Salzburg, wurde der talentierte Sohn zweier heimischer Profimusiker ausgezeichnet, der 23-jährige Daniel Loipold. Mit fünf bekam er sein erstes eigenes Instrument und schon bald gab es für den Hornisten nur mehr ein Ziel – Berufsmusiker zu werden. Mit seiner Fixstelle als Solohornist im Bruckner Orchester Linz ist ihm das bereits 2016 gelungen. Auch mit dem Brass-Quintett „Brass Boys“ ist Daniel Loipold seit mehr als zehn Jahren erfolgreich unterwegs.

Der 3. Preis in Höhe von 5000 Euro, ebenfalls gestiftet von der Universität Mozarteum Salzburg, geht an den 28-jährigen Spanier Adrian Diaz Martinez, der bereits in jungen Jahren mit dem Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festivals sowie dem Gustav Mahler Jugendorchester auf der Bühne stand. 2017 gewann er den 2. Preis sowie den Publikumspreis beim renommierten internationalen Hornwettbewerb „Citta Portia“ in Italien. Als weitere Sonderpreise in Form des Bärenreiter Urtext Preises, gestiftet vom gleichnamigen Verlag, wurden Notengutscheine in Höhe von jeweils 300 Euro an die drei Preisträger vergeben. Außerdem ergingen Einladungen zu Auftritten im Rahmen von Veranstaltungen der Universität Mozarteum.

In der Jury für den Horn-Wettbewerb saßen: Hansjörg Angerer (Vorsitz/Österreich), Marie Luise Neunecker (Deutschland), Esa Tapani (Finnland), Johannes Hinterholzer (Österreich), Carsten Duffin (Deutschland), Elisabeth Wilke (Deutschland), Jorge Rotter (Argentinien).

Von den 28 zugelassenen Kandidatinnen und Kandidaten der Sparte Horn qualifizierten sich drei fürs Finale. Gemeinsam mit den Salzburg Orchester Solisten unter der Leitung von Tibor Bogányi interpretierten sie jeweils Wolfgang A. Mozarts Konzert für Horn und Orchester Es-Dur, KV 495.

 

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