Viola-Spielerin im Großen Konzertsaal der HMTM. Bild: Roland Glassl
Viola-Spielerin im Großen Konzertsaal der HMTM. Bild: Roland Glassl

Neuer Hindemith-Wettbewerb

Der erste Internationale Hindemith Violawettbewerb findet im Oktober an der Hochschule für Musik und Theater München statt.

Vom 14. bis 20. Oktober 2021 wird in München der erste Internationale Hindemith Violawettbewerb ausgetragen, organisiert von der Viola-Stiftung Walter Witte und der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM), mit freundlicher Unterstützung des Hindemith Instituts Frankfurt. Der Wettbewerb konzentriert sich auf Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, um ganz im Sinne Hindemiths neue Musik zu entdecken, ohne die Wurzeln vergangener Epochen zu vernachlässigen.

Im Rahmen einer Video-Vorauswahl bewarben sich 102 Bratschisten aus aller Welt. Für die Teilnahme an den Finalrunden in München hat die Jury nun 20 Musiker ausgewählt. In drei öffentlichen Wettbewerbsrunden im Großen Konzertsaal der HMTM stellen sich die Teilnehmer im Oktober einer hochkarätig besetzten Jury, bestehend aus Atar Arad, Hariolf Schlichtig, Naoko Shimizu, Lars Anders Tomter und Danusha Waskiewicz. Die Jurymitglieder werden auch im Rahmenprogramm in Erscheinung treten.

In der letzten Wettbewerbsrunde werden die drei Finalisten Mozarts »Kegelstatt«-Trio zusammen mit Martin Spangenberg an der Klarinette und Angelika Merkle am Klavier aufführen sowie Hindemiths Kammermusik Nr. 5 gemeinsam mit dem Hochschulsymphonieorchester der HMTM unter der Leitung von Peter Tilling. Teile des Wettbewerbs werden als kostenloser Livestream auf dem Youtube-Kanal der HMTM ausgespielt, moderiert von Oda Cramer von Laue: https://www.youtube.com/watch?v=7VUnEWNFa6k

Begleitet wird der Hindemith-Wettbewerb mit den öffentlichen Finalrunden von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm: zwei Meisterkonzerte, fünf Meisterkurse, ein Vortrag mit anschließender Diskussion sowie zwei Ausstellungen sind geplant.

Die Meisterkonzerte finden am 15. Oktober 2021 und am 19. Oktober 2021 jeweils um 19:30 Uhr im Großen Konzertsaal der HMTM statt. Am 15. Oktober spielen Danusha Waskiewicz und Lars Anders Tomter mit Yumi Sekiya am Klavier. Am 19. Oktober treten Naoko Shimizu sowie der Wettbewerbsgewinner 2017, Tobias Reifland, gemeinsam mit dem Pianisten Thomas Hoppe auf.

Alle Jurymitglieder geben Studierenden der HMTM und Teilnehmer des Wettbewerbs darüber hinaus im Rahmen von Meisterkursen Unterricht. Ob die Meisterkurse für externes Publikum zugelassen werden können, wird Ende September entschieden.

Ein Vortrag zum Thema »Hindemith und Edmund von Borck – Komponieren im Dritten Reich« mit anschließender Diskussion mit Dr. Susanne Schaal-Gotthardt (Direktorin des Hindemith Instituts Frankfurt), Prof. Dr. Friedrich Geiger (Professor für Historische Musikwissenschaft an der HMTM) und Dr. Harald Eggebrecht (SZ) ist für den 18. Oktober, ebenfalls 19:30 Uhr im Großen Konzertsaal der HMTM, geplant.

Rund um die Wettbewerbsrunden werden die Viola-Stiftung Walter Witte und die HMTM außerdem zwei Ausstellungen für das interessierte Publikum öffnen: Im Kaminzimmer der Arcisstraße 12 beleuchten die Ausstellungen »Walter Witte, Jurist – Künstler – Stifter« und »Paul Hindemith und die Bratsche« den Wettbewerbskontext. Die Ausstellungen werden am 15. Oktober um 17:00 Uhr mit einer Einführung von Ludwig Hampe (Vorsitzender der Viola-Stiftung Walter Witte) und Dr. Alexander Krause (Kanzler der HMTM) eröffnet.

Die 1994 gegründete Viola-Stiftung Walter Witte verfolgt mit dem im dreijährigen Turnus stattfindenden Internationalen Hindemith Violawettbewerb das Ziel, junge Bratschistinnen und Bratscher in ihrer musikalischen Entwicklung zu fördern und ihren Leistungsstand durch Geldpreise in einer Gesamthöhe von 11.500 Euro auszuzeichnen. Hervorgegangen ist der Internationale Hindemith Violawettbewerb aus dem Hindemith Wettbewerb der Viola-Stiftung Walter Witte.

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