Paul Hindemith 1945. Bild: Paul Hindemith Institut Frankfurt
Paul Hindemith 1945. Bild: Paul Hindemith Institut Frankfurt

Hindemith Institut Frankfurt

Seit 2011 lädt das Hindemith Institut Frankfurt zu seiner Konzertreihe „Kammermusik im Kuhhirtenturm“ ein.

In dem mittelalterlichen Turm in Frankfurt-Sachsenhausen, der Paul Hindemith in den 1920er Jahren als originelles Domizil diente und in dem sich heute der vermutlich kleinste Konzertsaal der Welt befindet, sind auch in der kommenden Spielzeit Interpreten zu Gast, die es als eine Herzensangelegenheit betrachten, Hindemiths Werke in seinem ehemaligen Musikzimmer aufzuführen. Das Trio anches et chordes mit Marat Dickermann (Violine), Christopher Miltenberger (Klavier) und Stefan Weilmünster (Saxophon) präsentiert am 16. Februar Werke von Mark Eychenne, Paul Hindemith, Darius Milhaud, Erwin Schulhoff und Bernhard Sekles.

Am 22. März wird der Pianist Andreas Skouras im Kuhhirtenturm zu hören sein, der hier bereits 2017 und 2018 zu Gast war. Er hat diesmal ein Programm mit selten zu hörenden Klaviersuiten von Béla Bartók, Paul Hindemith, Wolfgang Amadeus Mozart und Nikos Skalkottas zusammengestellt. Als Zwanzigjähriger wurde Paul Hindemith im Jahr 1916 zum Konzertmeister des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestellt. An seine Tätigkeit in diesem damals wie heute hochkarätigen Klangkörper erinnert seit 2015 die nach ihm benannte „Paul Hindemith Orchesterakademie“. Die Stipendiaten Adrian Belmar (Flöte), Hwan Hee Lee (Klarinette) und Juliette Bourette (Fagott) stellen am 26. April Werke von Ludwig van Beethoven, Bernhard Heiden, Paul Hindemith und Daniel Schnyder vor.

Hindemiths fulminantes Streichtrio op. 34 aus dem Jahr 1924 sowie Mozarts grandioses Divertimento Es-Dur KV 563 stehen auf dem Programm des Trio Idomeneo am 7. Juni. Mitglieder des Ensembles sind der Geiger Guillaume Faraut und der Cellist Mario Riemer, beide langjährige Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, sowie Megumi Kasakawa, seit 2010 Bratschistin im Ensemble Modern. In dieser Formation sind sie bereits 2018 im Kuhhirtenturm aufgetreten.

Kolja Lessing ist nicht nur als Geiger, sondern auch als Pianist und Bratschist erfolgreich. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahre 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart. Am 6. September konzertiert er zum dritten Mal im Kuhhirtenturm, diesmal mit Werken für Solovioline von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith und Krzysztof Meyer. Hindemiths Bratschenwerke gehören zum unverzichtbaren Repertoire jedes Bratschisten.

Dass auch seine vier Sonaten für Violine und Klavier eine attraktive Bereicherung der Geigenliteratur sind, stellt das junge Duo Roman Mints (Violine) und Alexander Kobrin (Klavier) unter Beweis. Am 27. September spielen die beiden alle Sonaten für Violine und Klavier, die sie 2019 in einer Einspielung auf CD veröffentlicht haben. Zum Sonderkonzert an Hindemiths 125. Geburtstag am Montag, 16. November um 11 Uhr, wird Axel Gremmelspacher die Klavierstücke op. 37 I und II sowie Robert Schumanns Nachtstücke op. 32 vorstellen. Er ist seit 2010 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Veranstaltungsort: Kuhhirtenturm, Große Rittergasse 118, 60594 Frankfurt am Main Beginn: Wenn nicht anders angegeben, sonntags jeweils um 17 Uhr und 19.30 Uhr
Eintritt frei, Platzreservierung erforderlich und ab sofort möglich.

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