Gregory Porter | One Night Only - Live At The Royal Albert Hall

Gregory Porter | One Night Only - Live At The Royal Albert Hall

Einst verwandelte James Last regelmäßig mit seinem Party-Sound die 5272 Zuhörer fassende Royal Albert Hall in eine gigantische Disco. Nun füllte am 2. April 2018 der wunderbare Gregory Porter mit Orchesterbegleitung den königlichen Konzertsaal für „One Night Only“, um ob der Londoner Publikumsresonanz prompt zwei ebenfalls im Handumdrehen ausverkaufte Shows nachzulegen.

Es war ein spektakuläres Ereignis sondergleichen, wie sich jetzt doppelt nacherleben lässt. Denn neben der klanggewaltigen, um die Ansagen bereinigten Live-CD des perfekt inszenierten Konzerts gibt es auch eine DVD-Dokumentation, die den fabelhaften Sänger bei der von sparsamen Gesten (samt Merkel-Raute!) begleiteten Arbeit „Live At The Royal Albert Hall“ zeigt.
Dabei legt er mit „Mona Lisa“ als Opener seiner überwältigenden Nat-King-Cole-Hitparade die Latte gleich verblüffend hoch. Und danach mit superbem Duktus, hinreißender Artikulation und feinem Gespür für nuanciertes Timing mit jedem weiteren Song noch eins drauf. Was dem 48-Jährigen, dessen warmer Bariton alle Stimmlagen in flexibler Geschmeidigkeit makellos meistert, angesichts der opulenten Klangkulisse des famosen London Studio Orchestra äußerst leicht fiel. Stammen doch die delikaten Arrangements vom Grammy-verwöhnten Vince Mendoza, der die 19 Tracks liebevoll neu kolorierte. Und dabei für „Nat King Cole’s schmaltzier music“ (wie The Times nörgelte) alle Register zog: von schwelgerischen Streichern über Harfen-Effekte und zarte Bläser-Akzente bis hin zu Big-Band-Pracht ein anrührend grooviges Wechselbad großer Gefühle. Und doch geschmackssicher im Einklang mit Porters Band, die gerade in den ruhigeren Passagen ihre Klasse ausspielt.

Sven Thielmann

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Musik:
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Gregory Porter: One Night Only – Live At The Royal Albert Hall; Gregory Porter (voc), „Chip“ Crawford (p) u. a., London Studio Orchestra, Vince Mendoza (cond, arr); Blue Note / Universal (CD & DVD)

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