Beethoven-Porträt von 1820 von Josef Karl Stieler 1781-1851 - Auschnitt - das wohl berühmteste Beethoven-Porträt. Copyright: Beethoven-Haus Bonn
Beethoven-Porträt von 1820 von Josef Karl Stieler 1781-1851 - Auschnitt - das wohl berühmteste Beethoven-Porträt. Copyright: Beethoven-Haus Bonn

Google macht auf Beethoven

In einem interaktiven Online-Projekt von Google Arts & Culture in Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus Bonn und 17 weiteren internationalen Partnern können Nutzerinnen und Nutzer die Welt des Komponisten entdecken und mehr über ihn erfahren.

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens stellt Google Arts & Culture gemeinsam mit dem Bonner Beethoven-Haus ein Online-Projekt vor, das die Welt des legendären Komponisten beleuchtet und Nutzerinnen und Nutzer die vielen Facetten in Beethovens Leben, Werk und Vermächtnis erkunden lässt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist ein virtueller Rundgang durch das Bonner Geburtshaus des Komponisten. Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses: „Aufgrund der Pandemie ist unser neu gestaltetes Museum ausgerechnet an Beethovens 250. Geburtstag geschlossen. Umso wichtiger erscheint es mir, dass Beethovenfreunde und Musikliebhaber aus aller Welt die Ausstellung dank des Rundgangs durch Google Street View ab sofort virtuell besuchen und mit vielen zusätzlichen Beethoven-Inhalten erleben können."

Zu den 18 renommierten Kultureinrichtungen aus sieben Ländern, die sich an „Beethoven Everywhere" beteiligt haben, gehören neben dem Beethoven-Haus Bonn auch die Carnegie Hall, die Deutsche Grammophon, die Secession in Wien, die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker oder das Chineke! Orchestra aus Großbritannien.
 
Eine Vielzahl an Geschichten, Beiträgen und Videos – erstellt und kuratiert durch Beethoven-Experten – ermöglichen es einem globalen Publikum, mehr über Beethovens Alltag zu erfahren: Wie er arbeitete, was seine Musik so bahnbrechend machte und wo wir ihm in unserer modernen Kultur heute noch begegnen. Dies wird unter anderem durch digitalisierte persönliche Objekte und Dokumente Beethovens ermöglicht, die Einblicke in sein Leben mit seiner zunehmenden Taubheit geben, sein schwieriges Privatleben thematisieren, aber auch seinen kreativen Prozess beleuchten. Ein zentraler Bestandteil der Online-Feierlichkeiten ist außerdem die von Dirigentin Marin Alsop initiierte Videoreihe "Global Ode to Joy", an der sich Menschen weltweit beteiligen, um den Komponisten feiern.
 
Das Beethoven-Haus Bonn hat als einer der Hauptpartner mehr als 500 Objekte seiner Sammlung beigetragen und eigens für das Projekt 25 Online-Geschichten erstellt. Neben dem Rundgang durch das Museum mit Google Street View gehören zu den Highlights, die es online zu entdecken gibt, das legendäre Beethoven-Porträt von Joseph Karl Stieler, persönliche Gegenstände von Beethoven wie seine Instrumente, sein Schreibtisch, Kompass und Hörrohre, sowie zahlreiche Handschriften, Briefe, Notizen und Partituren.  Immersive Online-Geschichten wie "12 Fakten, um Beethoven kennenzulernen", "Deshalb ist Beethovens Musik so faszinierend" oder "Beethoven als Marke" laden Beethoven-Fans und Interessierte ein, sich mit der Musiklegende vertraut zu machen. In einer "Director's Choice" zeigt der Direktor des Beethoven Hauses, Malte Boecker, zudem seine ganz persönlichen Lieblingsstücke der Sammlung. Das Projekt von Google Arts & Culture ergänzt das umfangreiche Online-Angebot des Beethoven-Hauses. Es ermöglicht einen ersten Einstieg in das Thema Beethoven, der bei Bedarf durch den Besuch der Webseite www.beethoven.de mit dem Digitalen Archiv des Beethoven-Hauses, vertieft werden kann.

Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien: „Schon bei der Eröffnung des neu gestalteten Beethoven-Hauses vor einem Jahr war zu spüren: Nicht ein Denkmal, sondern einen Menschen sehen wir im neu gestalteten Beethoven-Haus. Das macht dieses Museumserlebnis gleichermaßen lehrreich wie auch emotional berührend. Dieser Ort ist ein ‚Beethoven-Haus für alle', ein Ort, der die Annäherung an einen der bedeutendsten Künstler und Kulturbotschafter unseres Landes von unterschiedlichen Standpunkten aus ermöglicht, unabhängig von Alter, Herkunft und Vorbildung. Umso dankbarer bin ich, dass es in diesem krisengeschüttelten Jahr trotz Reise- und Kontaktbeschränkungen möglich ist, die vom Bund geförderte Ausstellung zu Beethovens 250. Geburtstag zumindest bei einem virtuellen Streifzug durch sein Geburtshaus erleben zu können."

Simon Rein, Program Manager Google Arts & Culture: „Als Partner des Jubiläumsjahres freuen wir uns ganz besonders, heute diese virtuelle Ausstellung zu Ehren Ludwig van Beethovens zu veröffentlichen. Ich bin begeistert von der großen Bandbreite an Geschichten und Formaten, die Museen, Orchester und Archive weltweit auf Google Arts & Culture versammelt haben, denn sie geben unmittelbare Einblicke in das Leben und Wirken des Künstlers Ludwig van Beethoven und machen seinen Einfluss auch auf unsere moderne Kultur auf beeindruckende Weise nachvollziehbar.

Zur Übersicht

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren