Giedrė Šlekytė. Bild: Dmitrijus Matvejevas
Giedrė Šlekytė. Bild: Dmitrijus Matvejevas

Giedrė Šlekytė wird Erste Gastdirigentin des Bruckner Orchester Linz

Die aus Litauen stammende Dirigentin hat bereits eine Aufnahme bei der Deutschen Grammophon herausgebracht.

Die international gefragte Dirigentin Giedrė Šlekytė wird ab der Spielzeit 2021/22 Erste Gastdirigentin des Bruckner Orchester Linz. Diese Position benennt die Absicht zu einer intensiven, künstlerischen Zusammenarbeit, die sich schon in der nächsten Spielzeit in mehreren Konzertprogrammen manifestieren wird. Šlekytė folgt Bruno Weil nach, mit dem das Orchester weiterhin eine lebendige Verbindung pflegen wird. Zuletzt stand die Dirigentin im April 2019 bei einem Konzert der „AK-Classics-Reihe" im Brucknerhaus mit dem Bruckner Orchester Linz auf der Bühne, was bei Publikum, Presse und Orchester einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Damals leitete sie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und ihrer Landsfrau Raminta Šerkšnytė.

"Nach zwei prägenden Begegnungen in St. Florian und Linz, freue ich mich sehr über die Einladung, nun als Erste Gastdirigentin der Familie des Bruckner Orchester Linz beizutreten. Für mich ist dieses Orchester und das gesamte Team ein bestes Beispiel für Kreativität, Offenheit und künstlerische Freiheit. Die nächsten Jahre regelmäßig die Bühne mit dem BOL zu teilen, einige meiner Lieblingswerke nach Linz zu bringen und dabei als Dirigentin weiter zu wachsen ist ein wunderbares Geschenk>", sagte Giedrė Šlekytė.

In Vilnius geboren, begann Giedrė Šlekytė ihre Musikausbildung am Nationalen Mikalojus Konstantinas Čiurlionis Kunstgymnasium. Sie studierte Dirigieren an der Kunstuniversität Graz, der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie an der Zürcher Hochschule der Künste.  Als international gefragte Gastdirigentin arbeitete Giedrė Šlekytė u.a. bereits mit den Wiener Symphonikern, Swedish Radio Orchestra, Sächsische Staatskapelle Dresden, Bruckner Orchester Linz, Netherlands Philharmonic Orchestra, Camerata Salzburg, Konzerthausorchester Berlin, hr-sinfonieorchester Frankfurt, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre de chambre de Paris, Lithuanian National Symphony Orchestra, Teatro Comunale di Bologna, MDR-Sinfonieorchester, Royal Northern Sinfonia und Orchestre Philharmonique de Luxembourg. 

Nach ihrem Engagement als 1. Kapellmeisterin am Stadttheater Klagenfurt von 2016 bis 2018 dirigierte Giedrė Šlekytė an den Opernhäusern in Leipzig, Zürich, Antwerpen und Vilnius. Einladungen für Neuproduktionen und Wiederaufnahmen in 2020/21 erhielt sie von der Oper Frankfurt (Entführung aus dem Serail, Dialogues des Carmélites), dem Opernhaus Zürich (Werther) und der Opera Ballet Vlaanderen (Werther - konzertant). Weitere Debüts etwa an der Royal Danish Opera, Komische Oper Berlin, Tiroler Festspiele Erl, Staatsoper Stuttgart mussten aufgrund der Pandemie verschoben werden. 

Im Herbst 2019 erschien bei der Deutschen Grammophon die vielbeachtete Porträt-CD „Raminta Šerkšnytė", auf der Giedrė Šlekytė das Oratorium „Songs of Sunset and Dawn" mit dem Lithuanian National Symphony Orchestra dirigiert. Im Frühjahr 2021 folgte bei ONDINE die international vielbeachtete Veröffentlichung des Albums „Saudade" mit Werken der ebenfalls aus Litauen stammenden Komponistin Žibuoklė Martinaitytė. Giedrė Šlekytė ist Preisträgerin des Internationalen Malko-Dirigentenwettbewerbs 2015 und erhielt 2013 beim Internationalen Dirigierwettbewerb Solon Michaelides in Zypern den 2. Preis (ein 1. Preis wurde nicht vergeben). Sie wurde für den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2015 wie als „Newcomer des Jahres" bei den International Opera Awards 2018 nominiert. 

Zur Übersicht

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren