Jeffrey Hartmann (Jean de Leyde). Foto: Robert Josipovic
Jeffrey Hartmann (Jean de Leyde). Foto: Robert Josipovic

Giacomo Meyerbeers „Le Prophète" in Linz

Noch immer finden sich die Werke Meyerbeers selten auf den Spielplänen der Theater. Linz ist eine der positiven Ausnahmen.

Giacomo Meyerbeers „Le Prophète" hat am 22. September um 19.00 Uhr im Großen Saal des Musiktheaters in Linz Premiere. Zu seinen Lebzeiten beherrschte Giacomo Meyerbeer (1791–1864) die Opernspielpläne weltweit. Doch dann schmähten andere Komponisten wie etwa Richard Wagner den Juden Meyerbeer. Als oberflächlich diffamiert verschwanden seine Werke aus dem Repertoire. Doch am Ende des 20. Jahrhunderts erinnerte man sich wieder an ihn. Und da entdeckte man, welch visionärer Musikdramatiker Giacomo Meyerbeer gewesen ist. Denn er war nicht nur ein Komponist süffiger Musik, sondern auch ein kluger Dramaturg und ordnete alle Komponenten des Musiktheaters wie Ausstattung, Komposition, Instrumentation, Text und Darstellung einer übergeordneten inhaltlichen Gesamtidee unter. Davon kann man sich nun im Landestheater bei der 1849 in Paris mit sensationellem Erfolg uraufgeführten Oper „Le Prophète" überzeugen, die von Aufstieg und Fall der sozialrevolutionären Wiedertäuferbewegung im 16. Jahrhundert erzählt. Regie führt Alexander von Pfeil, am Pult des Bruckner Orchesters Linz steht Chefdirigent Markus Poschner.

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