Tschaikowsky-Wettbewerb-Sieger Alexandre Kantorow. Foto: Jean-Baptiste Millot
Tschaikowsky-Wettbewerb-Sieger Alexandre Kantorow. Foto: Jean-Baptiste Millot

Gewinner des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Baden-Baden

Der frisch gebackene Sieger des Tschaikowsky-Wettbewerbs, Alexandre Kantorow, spielt sein erstes Konzert nach dem Triumph in St. Petersburg in Baden-Baden.

Zum Auftakt der Sommerfestspiele in Baden-Baden bringt Dirigent Valery Gergiev den ersten französischen Sieger des Traditionswettbewerbs quasi direkt von der Preisverleihung mit nach Deutschland und musiziert mit ihm Tschaikowskys zweites Klavierkonzert.

Am Abend des 29. Juni gab die Jury des Wettbewerbs ihre Entscheidung bekannt und verlieh den „Grand Prix" an den souveränen Sieger der Wettbewerbs-Sparte Klavier. Jury-Vorsitzender Denis Matsuev gab die Entscheidung in der Sparte Klavier nach drei Wettbewerbsrunden mit Repertoire von Bach bis Strawinsky bekannt. Valery Gergiev, Co-Vorsitzender des Organisationskomitees des Tschaikowsky-Wettbewerbs, der Kantorows zusätzlichen „Grand Prix" unter dem Jubel des Publikums verkündete, stellte auch schon in früheren Jahren Wettbewerbsgewinner dem Festspielhaus-Publikum vor. Unter ihnen war im Jahr 2011 der Ausnahme-Pianist Daniil Trifonov.

Alexandre Kantorow

Alexandre Kantorow, 1997 geboren, studiert in Paris in der Klasse von Rena Shereshevskaya an der École Normale de Musique. Er ist der erste französische Pianist, der als Gewinner aus dem Tschaikowsky-Wettbewerb hervorgeht. Schon vor diesem Erfolg war er kein Unbekannter. Sein Album „À la Russe" mit Solo-Klavierwerken von Tschaikowsky, Rachmaninow, Strawinsky und Balakirev gewann den renommierten französischen Jahrespreis „Choc Classica 2017". Alexandre Kantorow trat bereits im Concertgebouw Amsterdam, in der Philharmonie Paris, im Bozar Brüssel und bei bedeutenden Klavierfestivals in Frankreich auf. Das Maison de la Radio in Paris hat ihn zu Konzerten aus Anlass des 200. Geburtstags von Ludwig van Beethoven eingeladen. Als Konzertsolist gibt er in der kommenden Saison sein Debüt in den USA.

Im Eröffnungskonzert der Baden-Badener Sommerfestspiele 2019 mischt Chefdirigent Valery Gergiev mit dem Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg Werke von Peter Tschaikowsky und Richard Wagner. Neben Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 2, dargeboten vom Preisträger Alexandre Kantorow, erklingen aus Richard Wagners Oper „Götterdämmerung" „Siegfrieds Tod und Trauermarsch" sowie Brünnhildes Schlussgesang. Solistin ist die Wagner-Spezialistin Eva-Maria Westbroek. Nach der Pause dirigiert Valery Gergiev Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 h-Moll op.74 – die „Pathétique". Das Konzert findet statt am Samstag, 6. Juli 2019, um 18 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden.

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