George Petrou. Bild: Frank Stefan Kimmel
George Petrou. Bild: Frank Stefan Kimmel

George Petrou wird neuer Leiter der Händel-Festspiele

Mit dem Beginn der Festspielsaison 2021/22 wird George Petrou in der Nachfolge von Laurence Cummings die Künstlerische Leitung der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen übernehmen.

Als international ausgewiesener Händel- und Barockspezialist hat sich der griechische Dirigent weltweit einen Namen gemacht. Der Wunschkandidat des Aufsichtsrates wurde durch die Findungskommission aus den derzeit führenden Vertretern der internationalen Alte Musik-Szene ausgewählt. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Aufsichtsrats und der Findungskommission, zeigt sich mit der Wahl sehr zufrieden: „Mit George Petrou haben wir einen herausragenden, international hochangesehenen Nachfolger für Laurence Cummings gewinnen können. Er hat das Potenzial, die Händel-Festspiele weiterhin sichtbar zu einem Glanzlicht des internationalen Musiklebens der 2020er Jahre zu machen."

Wolfgang Sandberger, Vorstandsvorsitzender der Göttinger Händel-Gesellschaft e.V., betont: „George Petrou ist ein exzellenter und aufregender Händel-Interpret. Ich freue mich, dass sich mit Petrou als designiertem Künstlerischem Leiter der Festspiele schon heute wunderbare Perspektiven über das Jubiläumsjahr 2020 hinaus eröffnen." 

George Petrou freut sich auf seine zukünftige Arbeit in Göttingen: „Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen kenne ich schon lange und es ist eine große Ehre für mich, dieses traditionsreiche und international renommierte Barockfestival leiten zu dürfen. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, das Festival weiter zu entwickeln und unvergessliche Aufführungen von Händels Musik zu schaffen." 

Der aktuellen Festspielleitung war es wichtig, dass die Festspiele auch vom ihr nachfolgenden Leitungsteam erfolgreich geführt werden können. Deshalb hatte Laurence Cummings dem Aufsichtsrat der Internationale Händel-Festspiele Göttingen GmbH bereits Anfang 2018 seinen Wunsch mitgeteilt, dass er seinen bestehenden Vertrag nach dann zehn Jahren an der Spitze des Barockfestivals über das Jahr 2021 hinaus nicht verlängern werde: „Es war und ist mir eine große Freude und Ehre, dieses renommierte Festival leiten, mit einem so großartigen Ensemble wie dem FestspielOrchester Göttingen zusammenarbeiten und Teil des kulturellen Lebens dieser wunderbaren Stadt sein zu dürfen. Nach einer Dekade ist es allerdings an der Zeit, den Taktstock weiterzugeben. Ich möchte das Festival in die besten Hände übergeben, und da der Klassikmarkt extrem lange Planungsvorläufe hat, war es mir wichtig, den Aufsichtsrat frühzeitig in meine Pläne einzubinden." 

Der aus Athen stammende George Petrou studierte Klavier am Konservatorium seiner Heimatstadt, am Royal College und an der Royal Academy of Music in London. Er verfolgte zunächst eine Karierre als Pianist, bevor er sich dem Dirigieren zuwandte. Schnell erlangte er hier große internationale Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auszeichnungen und preisgekrönte Einspielungen belegen seinen außerordentlichen künstlerischen Erfolg. In seiner Arbeit setzt er einen Schwerpunkt auf historisch informierte Aufführungspraxis, die sich nicht nur auf Barockmusik beschränkt, sondern auch das Repertoire späterer Epochen einschließt. Seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter des renommierten Orchesters Armonia Atenea, das sowohl auf alten als auch modernen Instrumenten spielt. Er wurde zum Mitglied der Royal Academy of Music in London ernannt und von der französischen Regierung mit dem Titel „Chevalier de l'ordre des Arts et des Lettres" ausgezeichnet. 

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