Forum Neuer Musik des DLF

Das Forum Neuer Musik des Deutschlandfunks in Köln stellt das Themengeflecht der Migration ins Zentrum der musikalischen Denk- und Hörexkurse.

Farzia Fallah, Ying Wang und Oxana Omelchuk sind nur drei der Komponisteninnen, mit denen das Forum neuer Musik sein 20. Mal feiert. Die drei Künstlerinnen sind wie unzählige weitere Komponisten aus aller Welt nach Deutschland gekommen und haben ihren Lebensmittelpunkt in unsere Gesellschaft  verlegt. Sie stehen für Diversität, Vielgestalt, Globalität. Vor allem die Stadt Köln wartet mit einer beeindruckenden internationalen Komponierszene auf. Das vom Deutschlandfunk veranstaltete Forum neuer Musik lädt in seiner Jubiläumsausgabe unter dem Motto "Postmigrantische Visionen" dazu ein, die klingende Vielfalt live zu erleben.

Während die gesellschaftliche Öffentlichkeit sich fortwährend mit den Themen Migration, Integration und Identität beschäftigt, haben sich Musikerinnen und Musiker aus aller Welt längst in diversen, multikulturellen und sich gegenseitig befruchtenden Formationen zusammengetan. Das Forum neuer Musik im Deutschlandfunk und in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln wird am 5. und 6. April in neun Gesprächs- und Konzertformaten Räume für Plurales und für Visionen schaffen.

Die Berliner Migrationsforscherin Naika Foroutan - auf dem Podium zu Gast im Forum neuer Musik 2019 - unterscheidet zwischen zwei gesellschaftlichen Positionen. Die eine favorisiert mittels Integration Homogenität, also möglichst große "Gleichheit" - die andere setzt auf Pluralität und den konstruktiven Wettstreit von Ideen und Konzepten.

Das Forum neuer Musik versteht sich als Beitrag zu mehr Pluralität. In den 20 Jahren seines Bestehens hat es junge Komponierende aus aller Welt gefördert und präsentiert. Am Beispiel der neuen Musik will das Forum 2019 an zwei kompakten Veranstaltungstagen die Vorzüge des diversen Miteinanders thematisieren.

Im Zentrum des Programms stehen Ensemble-Konzerte. Aventure aus Freiburg spielt Werke von Komponistinnen und Komponisten aus dem Nahen und Mittleren Osten, die in Deutschland ihre kulturellen Wurzeln wieder entdecken. LUX:NM aus Berlin widmet sich Mauern und Mauerfällen verschiedener Art. Die Musiker des ensembles 20/21 der Kölner Musikhochschule erleben sich in internationaler Gemeinschaft und komponieren selbst.

In der Kunststation Sankt Peter erklingen Werke von Isang Yun und Younghi Pagh-Paan, zwei Wegbereitern kompositorischer Diversität. In Lectures und Gesprächsformaten sind Prof. Dr. Naika Foroutan, Dr. Lale Akgün und Dr. Mark Terkessidis, Forumskurator Frank Kämpfer vom Deutschlandfunk sowie die Komponistinnen und Komponisten Eres Holz, Violeta Dinescu, Farzia Fallah und David Smeyers zu erleben. Das Forum neuer Musik 2019 wird vom Deutschlandfunk veranstaltet und von der Kunststiftung NRW gefördert. Die Stadt Köln und die Ernst von Siemens Musikstiftung fördern mehrere Kompositionsaufträge. Die Veranstaltungen finden am am 5. und 6. April 2019 im Deutschlandfunk und in der KunstStation Sankt Peter in Köln statt.

www.deutschlandfunk.de/forum-neuer-musik

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