Geigerin Maria Duenas. Bild: Bernard Fruhinsholz
Geigerin Maria Duenas. Bild: Bernard Fruhinsholz

Förderpreis an Geigerin

Der Förderpreis des Rheingau Musik Festivals geht in diesem Jahr an die Geigerin María Dueñas.

Die von LOTTO Hessen gestiftete Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro einer der höchstdotierten Nachwuchskünstlerpreise in Deutschland und wird in diesem Jahr zum 13. Mal an ein außergewöhnliches junges Nachwuchstalent verliehen.

Die Jury des Förderpreises setzt sich zusammen aus dem Dirigenten und Pianisten Christoph Eschenbach, Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin, dem Intendanten und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, Michael Herrmann, Dr. Heinz-Georg Sundermann, dem Geschäftsführer von LOTTO Hessen, und den Programmmitarbeitern des Rheingau Musik Festivals.

Ihre Wahl des Preisträgers begründet die Jury wie folgt: María Dueñas gehört zu den aufregendsten und vielversprechendsten Talenten ihrer Generation. Ihr Spiel besticht dabei durch die beeindruckende Kombination aus spanischem Temperament, jugendlichem Esprit und erfrischender Natürlichkeit. Ob als Solistin oder als Kammermusikpartnerin, María Dueñas begeistert nicht nur durch technische Perfektion und Virtuosität, sondern insbesondere durch musikalische Sensibilität und emotionale Hingabe. Ihr hoher Grad an Ausdrucksreife und ihr klare Vorstellungskraft ist mehr als beeindruckend, eine junge Spitzenmusikerin, der die großen Bühnen der Welt offen stehen.

María Dueñas: „Ich bin überglücklich, dass ich diese Auszeichnung in einer für Künstler besonders schwierigen Zeit erhalte. Am aufregendsten ist die Rückkehr zum Festival, einem magischen Ort, an dem man die immense Kraft der Musik und ihre Majestät in unvergleichlich-schönen Konzerträumen spüren kann. Ich freue mich sehr, im Juli wieder beim Rheingau Musik Festival dabei zu sein und bedanke mich herzlichst für die Unterstützung!“

Den LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals nimmt María Dueñas am 2. Juli 2021 im Rahmen ihres Konzertes auf Schloss Johannisberg entgegen. María Dueñas spielt gemeinsam mit dem Pianisten Robert Kulek Werke von César Franck, Ernest Chausson, Joan Manén, Enrique Granados und Maurice Ravel.

Im September 2019 von Musical America zum „Artist of the Month“ gekürt, gehört María Dueñas zu den aufstrebenden Geigerinnen ihrer Generation. Anlässlich ihres Debüts mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Marek Janowski in der Saison 2019/20 hob Daily California Dueñas’ technische Fertigkeiten und musikalische Sensibilität hervor, die „das Publikum von der ersten Note an in ihren Bann ziehen“.

Trotz ihres jungen Alters gewann María Dueñas zahllose namhafte Wettbewerbe und konzertierte bereits in einigen der großen Konzerthäuser; mit 15 Jahren debütierte sie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit dem Bruno Walter Symphonieorchester und Jack Martin Händler. Vladimir Spivakov lud sie ein, in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau mit dem National Philharmonic Orchestra of Russia aufzutreten. Darauffolgende Konzerte spielte sie bisher u.a. mit den Moscow Virtuosi, dem Orquesta Sinfónica de Galicia, dem Lahti Symphony Orchestra unter Dima Slobodeniouk, dem Kammerorchester Madrid, dem Dresdner Kammerorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie, dem Siberian Philharmonic Orchestra, in Konzerthäusern wie dem Auditorio Nacional in Madrid, dem Auditori de Barcelona und in der Berliner Philharmonie. Ihr Debüt in der Elbphilharmonie dokumentierte die Deutsche Stiftung Musikleben auf der CD „So klingt die Zukunft“.

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