Busch-Trio. Foto: Blake Ezra
Busch-Trio. Foto: Blake Ezra

Festival bei Marburg

Unter dem Motto „Sommernachtstraum“ werden die Eckelshausener Musiktage zum 31. Mal ein Programm mit Meisterwerken der Kammermusik bieten. An fünf Orten im oberen Lahntal zwischen Biedenkopf und Marburg treten vom 12. bis 21. Mai hochkarätige Solisten und Ensembles auf.

Los geht es am Samstag, 12. Mai, ab 20 Uhr und Sonntag, 13. Mai, ab 17 Uhr im Atrium Roth in Buchenau mit zwei Konzerten des Korean Chamber Orchestra (KCO), das eigens für diese beiden Auftritte anreist. Der künstlerische Leiter des Festivals Julius Berger hat mit den 28 Musikern bereits gemeinsam in Seoul musiziert. „Es ist ein junges und innovatives Orchester mit einer langen Tradition, das sich 1965 nach dem Vorbild von Karl Münchingers legendärem Stuttgarter Kammerorchester gegründet hat“, sagt Berger.

Gemeinsam mit ihrem Dirigenten Min Kim sind die Musiker laut Berger „wirkliche musikalische Botschafter, stehen durch ihr Nachdenken über Musik und ihr engagiertes Miteinander in der Tradition von Gidon Kremer“. Das KCO knüpft also direkt an den umjubelten Auftritt des Stargeigers mit seiner Kremerata Baltica bei den 30. Eckelshausener Musiktagen vor zwei Jahren an. Berger wird gemeinsam mit dem KCO unter anderem ein Cello-Konzert von Luigi Boccherini spielen. Außerdem wirken mit die koreanische Geigerin Soyoung Yoon und die Konzertmeisterin des Züricher Opernorchesters Hanna Weinmeister. Sie interpretierte vor zwei Jahren im Marburger Schloss gemeinsam mit Berger und Kollegen Olivier Messiaens „Quartett auf das Ende der Zeit“.

Weiter geht es am Dienstag, 15. Mai, ab 20 Uhr im Biedenkopfer Rathaussaal. Dort wird das britische Busch-Trio zu Gast sein. Die drei jungen Musiker spielen unter anderem Antonín Dvořáks „Dumky“-Trio und das H-Dur-Klaviertrio op. 8 von Johannes Brahms.

Mit Valérie Aimard, der Schwester des Starpianisten Pierre-Laurent Aimard, wird am Mittwoch, 16. Mai, ab 20 Uhr ebenfalls im Biedenkopfer Rathaussaal eine Cellistin zu hören sein, die ihr virtuoses Spiel unter dem Titel „Phantasie musicale“ mit Pantomime ergänzt.

Die populärste aller „Sommernachtstraum“-Musiken erklingt am Freitag, 18. Mai, ab 20 Uhr in der Martinskirche Dautphe, die nach längerer Pause wieder zum Festivalort wird. Zu hören sein wird jedoch nicht Felix Mendelssohn Bartholdys Original, sondern eine Bearbeitung für Bläser-Nonett, gespielt vom Ensemble Prisma, das aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen ist.

Tradition bei den Eckelshausener Musiktagen haben die Chorkonzerte in der Stiftskirche Wetter. Dort singt am Samstag, 19. Mai, ab 17 Uhr der Knabenchor Hannover A-cappella-Werke vom Barock bis zur Gegenwart, darunter auch Volkslieder. Der Chor wird immer wieder von Orchestern für die Aufführung großer sinfonischer Werke engagiert, beispielsweise vom NDR Elbphilharmonie Orchester für die Sinfonie Nr. 3 von Gustav Mahler.

Zum zweiten Mal mit einem Festivalkonzert zu Gast sind die Eckelshausener Musiktage im Goßfeldener Otto Ubbelohdehaus. Dort wird sich der in Österreich lebende serbische Akkordeonist Nicola Djoric am Pfingstsonntag, 20. Mai, ab 17 Uhr unter anderem den für sein Instrument bearbeiteten „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski widmen – als Reverenz an den Aufführungsort.

Zu Ende gehen die 31. Eckelshausener Musiktage am Pfingstmontag, 21. Mai, ab 19 Uhr im Fürstensaal des Marburger Landgrafenschlosses. Solisten der Kronberg Academy, angeführt vom Geiger Friedemann Eichhorn, spielen Ludwig van Beethovens „Gassenhauer“-Klaviertrio, das 1985 entstandene Streichtrio von Alfred Schnittke und das g-Moll-Klavierquartett von Johannes Brahms.

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