Geigerin Lisa Batiashvili. Foto: Chris Singer
Geigerin Lisa Batiashvili. Foto: Chris Singer

Fast drei Monate lang Rheingau Musik Festival

Im Fokus des Festivals steht die Sopranistin Julia Lezhneva, Artists in Residence sind Geigerin Lisa Batiashvili und Cellistin Gabriela Montero.

Das 33. Rheingau Musik Festival findet vom 20. Juni bis zum 5. September 2020 statt und steht ganz im Zeichen von „Freiheit“. Als Artist in Residence zeigt Lisa Batiashvili in vier Veranstaltungen mit Musik von Bach bis Arvo Pärt ihr ganzes Können. Die Sopranistin Julia Lezhneva wird als Fokus-Künstlerin in fünf Veranstaltungen mit Musik von Bach bis Rachmaninow zu erleben sein. Gabriela Montero ist in diesem Jahr Composer & Artist in Residence. In drei Veranstaltungen bringt sie Eigenkompositionen sowie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart bis Alfred Schnittke zu Gehör. Als Fokus Jazz-Künstler präsentiert Wolfgang Haffner beim Rheingau Musik Festival in vier Veranstaltungen seine ganze musikalische Raffinesse unter anderem mit Michael Wollny, Max Mutzke und Thomas Quasthoff. Daneben steht in diesem Jahr der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens im Mittelpunkt. Mit zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen feiert das Rheingau Musik Festival den großen Komponisten.

Diesen zentralen Begriff unserer Zeit denkt das Rheingau Musik Festival auf künstlerischer Ebene weiter: Freie musikalische Formen wie Fantasien, Variationen und Improvisationen stehen auf dem Programm, daneben Bearbeitungen, Arrangements und Transkriptionen von bestehenden Werken, außerdem Künstler, die sich die Freiheit nehmen, Musik neu zu denken, sie in eine andere Kunstform zu überführen und aus bestehenden Werken etwas völlig Neuartiges zu kreieren. Zum Rheingau Musik Festival kommen Künstler und Ensembles, die „Freiheit“ auf ganz unterschiedliche Weise beleuchten. Sie blicken über den musikalischen Tellerrand und tragen damit zu einer lebendigen Auseinandersetzung bei. Die zentralen Künstlerinnen und Künstler Lisa Batiashvili, Julia Lezhneva, Gabriela Montero und Wolfgang Haffner ließen sich in ihren Projekten vom Leitgedanken des diesjährigen Festivals inspirieren. Beethoven hat den Gedanken der Freiheit in sein ganzes Leben und Schaffen aufgenommen. Das Publikum wird dazu eingeladen, in diesem Kosmos auf Entdeckungsreise zu gehen.

Beethovens Schaffen bildet einen zentralen Kern des Rheingauer Festivalsommers. Internationale Spitzenensembles interpretieren die wegweisenden Sinfonien. Jan Lisiecki und das Chamber Orchestra of Europe bringen Beethovens fünf Klavierkonzerte zur Aufführung. Auf dem Programm stehen die Missa solemnis, geleitet von Kent Nagano, die Messe C-Dur, gesungen vom Dresdner Kammerchor, und sein Violinkonzert, gespielt von Anne-Sophie Mutter. Daneben widmen sich hochkarätige Künstler und Ensembles den Liedern, Sonaten, Klaviertrios und Streichquartetten. In mehreren Projekten werden Beethovens Werke auseinandergenommen, verändert, auf ihre Aktualität und Aussagekraft hin abgeklopft, in andere Kontexte gesetzt und in andere Kunstformen übertragen.

137 Konzerte werden an 33 Spielstätten des Rheingaus und benachbarter Regionen veranstaltet. Die Hauptveranstaltungsorte sind Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden. Dazu kommen zahlreiche Kirchen und Weingüter. Auch in der Pfarrkirche St. Martinus in Hattersheim findet wieder ein Konzert statt. Als neue Spielstätte konnte der Musiksaal des Hessischen Landtags in Wiesbaden gewonnen werden.

121.200 Eintrittskarten stehen für 137 Konzerte zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8 Mio. Euro. Langjährige Sponsoren und Konzertpaten und die Beiträge der Mitglieder des Fördervereins sowie ein Landeszuschuss in Höhe von 25.000 Euro sichern die Finanzierung des Rheingau Musik Festivals.

 

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