SWR Jazzpreis an Eva Klesse. Foto: Gerhard Richter
SWR Jazzpreis an Eva Klesse. Foto: Gerhard Richter

Eva Klesse ist Preisträgerin des 41. SWR-Jazzpreises

Die Schlagzeugerin Eva Klesse erhält den 41. SWR Jazzpreis, die älteste Auszeichnung ihrer Art in Deutschland.

Erst war die 1986 im nordrhein-westfälischen Werl geborene Schlagzeugerin für den ersten Deutschen Jazzpreis der Kulturstaatsministerin nominiert – und nun ist Eva Klesse Preisträgerin des SWR-Jazzpreises, des ältesten Preises seiner Art. Entschieden eindringlich – so könnte man den Sound von Eva Klesse beschreiben. Am Schlagzeug ist ihr Balance wichtig, zwischen Rhythmus und Melodie, zwischen großer Geste und kleinen Details, zwischen Energie und Ruhe. Als Komponistin hat sie eine große erzählerische Begabung und ein Faible für die musikalische Ausgestaltung seltsamer Geschichten – nachzuhören ist das unter anderem auf dem aktuellen Album ihres Quartetts: »Creatures & States«. Diese Band mit Evgeny Ring am Saxofon, Philip Frischkorn am Piano und Stefan Schönegg am Kontrabass steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt des Schaffens von Eva Klesse. Außerdem spielt die Schlagzeugerin regelmäßig mit dem Julia Hülsmann Oktett, dem Sarah Chaksad Orchestra, der Jorinde Jelen Band und dem Quartett Trillmann. Seit 2018 ist sie Professorin für Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Der älteste Jazzpreis Deutschlands wird 2021 zum 41. Mal vergeben. Die Jury besteht aus je zwei Vertreter des SWR (Julia Neupert, Günther Huesmann) und des Landes Rheinland-Pfalz (Anja Buchmann, Bert Noglik), einem Mitglied einer Jazzorganisation (Alexandra Lehmler, Deutsche Jazzunion) und den Musikkritikern Tinka Koch (WDR-Jazzredakteurin) und Niklas Wandt. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Der Preis wird am 18. Oktober beim Internationalen Festival „Enjoy Jazz“ in Ludwigshafen überreicht.

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