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Beethoven-Denkmal in Bonn.
Beethoven-Denkmal in Bonn.

Erweiterung und Neugestaltung des Museums

Ab März schließt das Beethoven-Haus in Bonn für planmäßig ein halbes Jahr, um danach in frischem Glanz für das Jubiläumsjahr 2020 (250. Geburtstag Beethovens) zu erstrahlen.

Das Beethoven-Haus Bonn will sich zu Beethovens 250. Geburtstag mit einem neu gestalteten Museum und einem einzigartigen und beziehungsreichen Jubiläumsprogramm präsentieren. Als erste Bonner Kultureinrichtung stellte das Beethoven-Haus sein Programm zum Beethovenjahr 2020 vor.

„Das Beethoven-Haus wird spätestens ab Dezember 2019 in neuem Licht erstrahlen“, kündigte Direktor Malte Boecker an. „Es glänzt zum Jubiläumsjahr mit einem speziell für Beethovens Geburtsort entwickelten Programm, dessen Dichte, internationale Vernetzung und Beziehungsreichtum einmalig ist.“ Am 28. Februar schließt das Museum für mehrere Monate bis zum Spätsommer 2019. Im Rahmen eines Festaktes am 16. Dezember 2019, mit dem auch offiziell die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr beginnen, soll das „Neue Beethoven-Haus“ wiedereröffnet werden.

Mit der rund 3,5 Millionen Euro teuren räumlichen Erweiterung und Neugestaltung des Museums im original erhaltenen Geburtshaus will man Leben und Werk des Komponisten erlebnisorientiert vermitteln. Die Neupräsentation, die mit den Zürcher Ausstellungsmachern Holzer Kobler Architekturen erarbeitet wird, soll informative und emotionale Zugänge zu den über 200 originalen Exponaten – Originalhandschriften, Instrumente, Alltagsgegenstände, Beethovens Hörrohre sowie Porträts – aus der weltberühmten Sammlung bieten. Neu sind ein Musikzimmer für regelmäßige Aufführungen auf historischen Tasteninstrumenten, Filmvorführungen und Vorträge, ferner Sinnesräume mit audiovisuellen Angeboten zu Beethovens Bonner Zeit, eine „Schatzkammer” mit Originalhandschriften, ein abgegrenzter Bereich für Wechselausstellungen sowie ein Shop mit Café und Seminarräumen.

Das Beethoven-Haus plant zudem verschiedene Sonderausstellungen. So wird in Kooperation mit und in der Bundeskunsthalle ab dem 17. Dezember 2019 eine große kulturhistorische Ausstellung zum Thema „Beethoven – Welt.Bürger.Musik“ präsentiert. Im neuen Wechselausstellungsbereich des Beethoven-Hauses stehen weitere fünf Themenausstellungen an, die Beethoven zeitgemäß thematisieren, u.a. „Bernsteins Beethoven” (18.6. bis 4.10.2020), „#bebeethoven“ (15. bis 29.10.2020) und „Zeitgenosse Beethoven” (12.11.2020 bis 2.3.2021).

Mehrfach führt das Beethoven-Haus in 2020 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Tagungen und Kongressen nach Bonn. So veranstaltet das Beethoven-Haus vom 10. bis 14. Februar mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien einen internationalen Kongress zum Thema „Beethoven-Perspektiven“, der den aktuellen Stand der Beethoven-Forschung widerspiegelt und zu dem die führenden Beethoven-Forscher anreisen. Vom 16. bis 19. September lädt das Beethoven-Haus gemeinsam mit der Abteilung für Musikwissenschaft / Sound Studies der Universität Bonn zum 17. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung ein.

Unter der künstlerischen Leitung seiner Präsidentin Tabea Zimmermann präsentiert das Beethoven-Haus vom 17.1. bis 9.2.2020 Beethovens gesamte Kammermusik an 16 Abenden: Beethoven Pur. Zum programmatischen Ansatz gehören wechselnde Besetzungen in den Konzerten, um  Werkbeziehungen innerhalb des kammermusikalischen Werkkomplexes deutlich zu machen. Das Festival besticht ferner durch ein „line up” herausragender Kammermusiker wie u.a. Isabelle Faust, Quatuor Ébène oder Kristian Bezuidenhout.

Zu den Highlights des Jubiläumsprogramms gehört der Klaviersonaten-Zyklus von Evgeni Koroliov, den er erstmalig und exklusiv im Beethoven-Haus spielt. Der russische Pianist wird international für seine feinsinnigen und reflektierten Beethoven-Interpretationen gerühmt. Verteilt auf sieben Freitagabende wird der Zyklus durch korrespondierende Samstagskonzerte herausragender jüngerer Pianisten mit weiteren Beethoven-Werken ergänzt. Ein Klavierabend von Mitsuko Uchida, die sich Beethovens Diabelli-Variationen widmet, rundet die Präsentation von Beethovens Klavierwerk ab. Schließlich hat das Beethoven-Haus einige außergewöhnliche Künstler wie Daniel Hope, Martin Stadtfeld, das Artemis Quartett, András Schiff oder den Jazzpianisten Uri Caine dafür gewonnen, unter dem Titel „My Beethoven“ einzelne kleine und besondere Festivals zu gestalten. Das Jubiläumsjahr beschließt im Beethoven-Haus ein Benefizkonzert von Anne-Sophie Mutter am 16 Dezember 2020 im Kammermusiksaal - allerdings als geschlossene Veranstaltung.

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