Komponistin Luise Greger im Jahr 1899. Bildquelle: Kasseler Kulturforum
Komponistin Luise Greger im Jahr 1899. Bildquelle: Kasseler Kulturforum

Erinnerung an Komponistin

Das Kasseler Kultur Forum und der Förderverein Archiv Frau und Musik e.V. veranstalten vom 18. bis 20. Oktober 2019 im hr-Sendesaal das Internationale Luise Greger Festival 2019.

Luise Greger war zu ihren Lebzeiten (1862-1944) deutschlandweit bekannt und fand darüber hinaus Anerkennung im europäischen Ausland. Erstmals mehrte damit eine Komponistin den Ruf Kassels als europäische Musikstadt. Ein umfangreicher Artikel in der Kasseler Post würdigte Luise Greger zu ihrem 70. Geburtstag am 27.12.1932 mit den Worten: „Die Stadt Kassel kann stolz sein, Deutschlands bedeutendste Lyrische Tondichterin der Gegenwart zu ihren Einwohnern zu zählen.“

Das Festival spannt einen weiten Bogen, der das Leben, Wirken und das gesellschaftliche Lebenssituation Luise Gregers beleuchtet. „… und über mir die Sterne” – diese Zeile aus dem Lied „Ich wollt’, ich wär’ des Sturmes Weib” von Luise Greger spiegelt die Stimmung von Frauen um 1900 wider: das Drängen, neu zugestandene Rechte selbstbewusst auszuloten, und die Ahnung, dass es bis zur Realisierung noch ein weiter Weg sein würde.
        
Auf der Suche nach weiteren Erkenntnissen über das kompositorische Schaffen Luise Gregers tauchten vor zwei Jahren aus privatem Besitz bis dahin unbekannte Lieder in autographer Niederschrift auf. Im Eröffnungssalon werden sie von Traudl Schmaderer (Sopran) und Vera Weht (Klavier) uraufgeführt.

Die Wurzeln der Greger-Familie reichen bis nach Amerika. In Kassel wird ein Konzert denn auch von amerikanischen Künstlern gestaltet: Weltstar Eleni Matos, Tenor Stanley Jackson und Pianistin Rebecca Wilt musizieren zu „Über die Berge weit“  am 9. Oktober um 20 Uhr einem Liederabend. Das Märchenspiel „Gänseliesel“, das bereits 1933 im Stadttheater Baden-Baden 13 mal aufgeführt wurde, lädt dann am Sonntag abschließend alle Menschen zwischen 5 und 99 in eine Welt voller Elfen, Wurzelzwerge und anderer zauberhafter Wesen. Barbara Gabler hat eine Fassung für Kammermusikensemble arrangiert. Sabine Wackernagel erzählt die Geschichte der Gänseliesel. Traudl Schmaderer, Jochen Faulhammer, Eva Carlberg und viele weitere große und kleine Sänger werden die Elfenwelt unter der Regie von Klaus Schützmannsky zum Klingen bringen. Die musikalische Leitung hat Esteban Cordi.

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