Enoch zu Guttenberg. Bild: Andreas Müller
Enoch zu Guttenberg. Bild: Andreas Müller

Enoch zu Guttenberg ist tot

"Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen" - wie Enoch zu Guttenberg diese Passage aus Bachs Matthäuspassion auf der Aufnahme von 1991 mit Geist gefüllt hat, erschüttert bis heute. Nun ist der Dirigent verstorben.

Das Rheingau Musik Festival hat zum Tod des Dirigenten folgende Erklärung abgegeben: "Mit tiefstem Bedauern haben wir vom Tod von Enoch Baron zu Guttenberg erfahren. Enoch zu Guttenberg war mit seinen Ensembles, der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung München, von Beginn des Festivals an häufiger und sehr gerne gesehener Gast beim Rheingau Musik Festival. Zudem war er seit einigen Jahren Mitglied des Kuratoriums des Rheingau Musik Festivals. Enoch zu Guttenberg gehörte zu den bekanntesten und angesehensten deutschen Dirigenten der Gegenwart. Für seine Leistungen erhielt zu Guttenberg unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Bayerischen Poetentaler, die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt, den Bayerischen Verdienstorden sowie 2017 den Rheingau Musik Preis. Festivalintendant Michael Herrmann ist erschüttert über den Tod seines engen Freundes, der bei der Verleihung des Rheingau Musik Preises diese Freundschaft heraushob, indem er sagte, „eigentlich sind wir nicht nur Freunde, sondern Brüder." Enoch zu Guttenberg hätte am 28. Juni mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der Klangverwaltung das Requiem von Giuseppe Verdi in der Basilika von Kloster Eberbach aufführen sollen."

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