Bratschist Joachim Kelber vom Philharmonischen Orchester Erfurt mit Zuhörerin bei einer Preview für die Konzerte. Foto: Lutz Edelhoff
Bratschist Joachim Kelber vom Philharmonischen Orchester Erfurt mit Zuhörerin bei einer Preview für die Konzerte. Foto: Lutz Edelhoff

Eins zu Eins in Erfurt und Dresden

Ein Musiker, ein Zuhörer, dazwischen zwei Meter Abstand: Das ist das Prinzip der 1:1 CONCERTS in Erfurt und Dresden.

Ein Musiker, ein Zuhörer, dazwischen zwei Meter Abstand: Das ist das Prinzip der 1:1 CONCERTS, die ab Juni auch in Erfurt mit Musikern des Philharmonischen Orchesters sowie dem Erfurter Domorganisten Silvius von Kessel stattfinden werden. In Dresden läuft das ungewöhnliche Format bereits.

Dabei gibt es in eine zehnminütige wortlose Eins-zu-Eins Begegnung zwischen Hörern und Musikern. Ein eröffnender Blickkontakt ist der Auftakt für ein sehr persönliches und intensives Konzert, das Nähe trotz Distanz ermöglicht. Inspiriert wurde das Format von Marina Abramovićs legendärer Performance „The Artist Is Present". Wer spielt, ist immer eine Überraschung. Auch mit den Spielorten wird ungewöhnliches Terrain erobert – eine Kunstgalerie, ein Restaurant oder eine leerstehende Fabrikhalle: Private Gastgeber stellen ihre Orte zur Verfügung. Das Theater Erfurt übernimmt die Koordination der Konzerte.

Unter Berücksichtigung aller geltenden Corona-Schutzmaßnahmen wird ein persönliches und privates Konzerterlebnis möglich. Die von den Besuchern erbetenen freiwilligen Spenden fließen direkt in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung. Mit den Geldern werden also Musiker unterstützt, die durch die Corona-bedingte Absage aller Konzerte und Aufführungen ihre Einkünfte verloren haben und existentiell bedroht sind.

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