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Circles von Alexander Schubert beim Festival ECLAT. Foto: Martin Sigmund
Circles von Alexander Schubert beim Festival ECLAT. Foto: Martin Sigmund

Drei Stunden Glück

Beim Festival ECLAT für neue Musik wurden mehr Komponistinnen gespielt als Komponisten.

 "Mehr als je zuvor war das Eclat Festival vom 6. bis 10. Februar 2019 im Stuttgarter Theaterhaus eine Messe der musikalischen Möglichkeiten der Gegenwart." Dieses Resümee zog die Neue Musikzeitung (nmz) nach fünf intensiven Festivaltagen. Die künstlerische Leiterin von ECLAT, Christine Fischer, führt diesen großen Erfolg auch auf die großartigen Interpreten zurück, die das Festival mitgestaltet haben. Und nicht zuletzt dank der involvierten Künstler erwies sich ECLAT als Magnet für ein divergentes und zahlreiches Publikum, "das wieder mit großer Aufmerksamkeit, Neugierde und Begeisterungsfähigkeit unser Programm begleitet hat", sowie für Pressevertreter mit ausgeprägt unterschiedlichen Denkansätzen.

Sie erlebten in diesen fünf Tagen Werke von 26 Komponistinnen und 24 Komponisten, darunter allein 37 Uraufführungen in insgesamt 18 Veranstaltungen. So konnte das Festival eine Auslastung von 88 Prozent verbuchen.

Im Mittelpunkt des Interesses stand das Großprojekt "Happiness Machine. Drei Stunden Glück mit dem Klangforum Wien." Zehn Animationsfilmerinnen und 10 Komponistinnen nahmen künstlerisch Stellung zu der Idee der Gemeinwohl-Ökonomie des österreichischen Autors und Polit-Aktivisten Christian Felber. In der Inszenierung der Werke schaffte Klangforum Wien durch persönliche Testimonials "Raum für das Nachdenken und die Diskussion über eine (menschen)gerechtere Wirtschaftsordnung". Gefeiert wurde ein künstlerisches Projekt, das sich zwischen Skepsis und Aufbruch sowie Realität und Utopie bewegt hat.

Dass bei ECLAT ein ebenso debatten- wie experimentierfreudiges Publikum aufeinandertrifft, gab auch dem facettenreich angelegten Projekt "CIRCLES" eine ganz eigene Qualität. Spielerisch-intermedial und immersiv mit den Neuen Vocalsolisten über einen langen Zeitraum in die Klangwelten von sieben Komponistinnen und Komponisten einzutauchen, wurde in aller Offenheit als die Herausforderung angenommen, als die es gedacht war. Aber auch konventionelle Konzertformate wie ein  Kammermusikkonzert des Ensembles ascolta waren zu erleben, in den Konzerten des SWR Symphonieorchesters und des SWR Vokalensembles sowie in der Schubert Lounge mit der Oslo Sinfonietta. Die nächste Ausgabe von ECLAT findet vom 5. bis 9. Februar 2020 statt, u.a. mit Werken von Mark Andre, Malin Bång, Ashley Fure, Sandeep Bhagwati, Turgut Ercetin, Kristine Tjøgersen, Malte Giesen, Marina Khorkova, Samir Odeh-Tamimi u.v.a. Als Interpreten sind mit dabei: Arditi Quartet, Curious Chamber Players, Ensemble Modern, KLANK, Stuttgarter Kammerorchester u.v.a.

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