„Stimmen des Volkes" - Staatskapelle Weimar und Maybebop / Uraufführung- Foto: ACHAVA e.V., Fotograf: Martin Kaufmann
„Stimmen des Volkes" - Staatskapelle Weimar und Maybebop / Uraufführung- Foto: ACHAVA e.V., Fotograf: Martin Kaufmann

Drei Städte in Thüringen im Dialog

Erstmalig luden die ACHAVA Festspiele Thüringen in drei Städte ein, um den interkulturellen und interreligiösen Dialog erlebbar zu machen.

Eisenach startet mit einem umfangreichen Programm das Festival, darunter die Eröffnung der Ausstellung im Lutherhaus über das „Entjudungsinstitut" und das abendliche Konzert mit dem weltberühmten Mandolinenspieler Avi Avital sowie dem Thüringer Bach Collegium. Am zweiten Tag strömten die Besucher in die Innenstadt zum ACHAVA Straßenfestival – eine Mischung aus Ständen, Workhops und dem Zelt der Begegnung. Das große Miteinander brach auch am Wochenende nicht ab: Podiumsdiskussionen, Konzerte, Stadtführungen und ein festlicher Gottesdienst mit Margot Käßmann waren stets gut besucht. Im Eisenacher Festzelt fand nach 80 Jahren erstmalig wieder ein jüdischer Gottesdienst statt. Fast 200 Gäste nahmen teil. Insgesamt konnte Eisenach über 10.000 Besucher vermelden.

In Erfurt füllte sich der Dom St. Marien an zwei Abenden zur Uraufführung der „Missa cum Jubilo" des Domorganisten Silvius von Kessel, aufgeführt von der Staatskapelle Weimar und drei Chören.

Die ACHAVA Festspiele bestritten auch einen Großteil des Programms zu „Triennale der Moderne" in Weimar.  Das Eröffnungskonzert – die speziell für ACHAVA konzipierte Uraufführung „Stimmen des Volkes" mit der Staatskapelle Weimar und der A-cappella-Band Maybebop in der ausverkauften Weimarhalle riss das be- und gerührte Publikum zum Mitsingen und abschließend standing Ovations hin.

Jazzpreis

Der mit 11.000 Euro 2. ACHAVA Jazz Award wurde am Samstag an das "Miguel Zenón Quartett" in der Weimarhalle überreicht. Dieses belohnte Jury und Zuschauer musikalisch mit lateinamerikanisch inspirierten Jazz-Kompositionen. Anschließend spielte das Avishai Cohen Trio ein Set.
Das Abschlusskonzert am Sonntag bestritt das Bujazzo – das Bundesjugendjazzorchester mit der Produktion „Das Bauhaus spielt auf – Klingende Utopien".

„Mit über 25.000 Besuchern im 5. Jahr kamen mehr Gäste als je zuvor. Wir danken den Städten Eisenach, Erfurt und Weimar, die das diesjährige Festival intensiv und mit großem Engagement professionell unterstützt haben", bilanziert Martin Kranz, Intendant der ACHAVA Festspiele Thüringen.

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