Theater Dortmund: Heribert Germeshausen, Jörg Stüdemann, Gabriel Feltz. Foto: Lena Feuser
Theater Dortmund: Heribert Germeshausen, Jörg Stüdemann, Gabriel Feltz. Foto: Lena Feuser

Dortmunds neues Selbstbewusstsein

Mit Beginn der Spielzeit 2021/2022 haben der Intendant der Oper, Heribert Germeshausen, und Generalmusikdirektor Gabriel Feltz offiziell ihre Verträge verlängert.

Heribert Germeshausen hatte 2018 die Intendanz der Dortmunder Oper übernommen und konnte bereits in seiner ersten Spielzeit mit Einnahmen von knapp 2.100.000 Euro ein Rekordeinspielergebnis erzielen. Germeshausen machte den Ruf der Oper Dortmund als Talentschmiede überregional bekannt, vermeldet das Theater selbstbewusst. Darüber hinaus gründete er die erste Bürgeroper in Deutschland, um das Genre Oper einer diversifizierten Stadtgesellschaft zu vermitteln. Im Bereich der Jugendarbeit schuf Germeshausen die erste Junge Oper mit einem eigenen, sowohl künstlerisch als auch pädagogisch ausgebildeten Ensemble sowie einem eigenen Composer in Residence. Nicht nur baute Germeshausen die künstlerische Reputation der Oper überregional aus, durch seine Einnahmesteigerung ist die Oper Dortmund das wirtschaftliche Flaggschiff des Theater Dortmund. Der Vertrag von Heribert Germeshausen wird bis zum 31. Juli 2028 verlängert.

Als Gabriel Feltz 2013 Generalmusikdirektor der Dortmunder Philharmoniker wurde, lag die Auslastung der Konzerte bei ca. 65 % und die Einnahmen beliefen sich auf knapp 488.000 Euro. Unter seiner Leitung konnte die Auslastung der Philharmoniker-Konzerte nachhaltig auf 88 % gesteigert und in der letzten Spielzeit 2018/19 (vor-Corona) ein Einspielergebnis von knapp 608.000 Euro erzielt werden. Die Dortmunder Philharmoniker sind damit eine der Säulen des kulturellen Lebens der Ruhrmetropole. Aber auch international konnte Feltz das Ansehen der Dortmunder Philharmoniker und damit der Stadt Dortmund steigern. So gehören Gastspiele in Mailand zum jährlichen Programm des Orchesters. Wegen der Corona-Pandemie mussten Gastspiele im bekannten Concertgebouw Amsterdam oder vor prognostizierten 50.000 Menschen in Belgrad (BEETHOVEN-MARATHON) verschoben werden. Während der Corona-Pandemie schuf Gabriel Feltz zahlreiche innovative digitale Formate, verlagerte die künstlerischen Aktivitäten sofort ins Internet. Die Dortmunder Philharmoniker trugen damit maßgeblich dazu bei, Kunst auch in Corona-Zeiten sichtbar und erlebbar zu machen. Der Vertrag von Gabriel Feltz wird bis zum 31. Juli 2025 verlängert.  

Für die kommenden Spielzeiten haben sich Heribert Germeshausen und Gabriel Feltz einiges vorgenommen. So wird im Zentrum des gemeinsamen Schaffens DER RING DES NIBELUNGEN von Richard Wagner in der Regie von Peter Konwitschny stehen. Die Oper hat dafür begleitend das Festival WAGNER KOSMOS konzipiert, das Wagners Schaffen im Kontext seiner Zeit untersucht. Die Dortmunder Philharmoniker werden im Juni 2022 mit dem nachgeholten BEETHOVEN-MARATHON in Novi Sad auftreten und ein Highlight im europäischen Kulturhauptstadt-Programm der serbischen Stadt sein.
 

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