Wilhelm Furtwängler in der alten Berliner Philharmonie. Bild: Archiv der Berliner Philharmoniker
Wilhelm Furtwängler in der alten Berliner Philharmonie. Bild: Archiv der Berliner Philharmoniker

"Die Zukunft der Orchester ist weiblich"

Lang ist es her, dass Orchester reine Männersache waren - von der Harfe mal abgesehen.

Frauen haben sich in der professionellen Orchesterwelt durchgesetzt. Während früher fast ausschließlich Männer in Berufsorchestern spielten, beträgt der Frauenanteil heute 41 Prozent. „In absehbarer Zeit werden Frauen dominieren. Die Zukunft der Orchester ist weiblich“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, anlässlich des Weltfrauentags am 8. März.

Die Alterspyramide der Orchestermitglieder zeigt eine deutliche Geschlechterverschiebung: Der Anteil von Frauen zwischen 25 und 45 Jahren in Berufsorchestern liegt im Schnitt über 50 Prozent, während bei älteren Jahrgängen noch eindeutig Männer überwiegen. Ein Blick auf die Ausbildungszahlen untermauert den Trend. Seit 2001 liegt der Anteil der weiblichen Studierenden im Fach Instrumental-/Orchestermusik konstant über 50 Prozent.

In Berufsorchestern herrscht absolute Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern. „Die geltenden Tarifverträge unterscheiden bei identischer Tätigkeit nicht zwischen den Geschlechtern“, sagt Mertens. „Sie ist seit Jahrzehnten tarifvertraglich auch durch die DOV als Tarifpartner gewährleistet.“ Im Vergleich zu anderen Feldern des Kultursektors und vielen Wirtschaftszweigen bekommen Frauen und Männer gleiches Geld für gleiche Arbeit. Allerdings gibt es bei Führungspositionen noch Nachholbedarf. Auch bei Blechbläsern, Pauken und Schlagzeug ist der Anteil von Musikerinnen noch geringer.

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