Die Soldaten in Nürnberg: Susanne Elmark (Marie), Jochen Kupfer (Stolzius), Helena Köhne (Weseners alte Mutter), Uwe Stickert (Desportes), Leila Pfister (Stolzius Mutter). Foto: Ludwig Olah
Die Soldaten in Nürnberg: Susanne Elmark (Marie), Jochen Kupfer (Stolzius), Helena Köhne (Weseners alte Mutter), Uwe Stickert (Desportes), Leila Pfister (Stolzius Mutter). Foto: Ludwig Olah

Die Soldaten in Nürnberg

Bernd Alois Zimmermanns Opernkoloss "Die Soldaten" wird am 100. Geburtstag des Komponisten live aus Nürnberg im BR-Radio übertragen.

Am Samstag, 17. März 2018 um 19:30 Uhr feiert das Staatstheater Nürnberg die Premiere von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ in einer Neuinszenierung von Peter Konwitschny. Für Peter Konwitschny ist es die erste Umsetzung dieses Musiktheaterwerkes, wie auch für Generalmusikdirektor Marcus Bosch, der die musikalische Einstudierung und Leitung verantwortet. Der höchst komplexen Musik haben Regisseur Konwitschny und sein Ausstatter Helmut Brade eine scheinbar einfache und sehr theatralische Bühnensprache entgegengesetzt. Vom Maler, Grafiker und Designer Helmut Brade stammt auch das eigens entwickelte Plakatmotiv für diese Produktion.   

Die zweite Vorstellung der Oper „Die Soldaten“ findet an Bernd Alois Zimmermanns 100. Geburtstag statt, am 20. März 2018, und wird live von BR-Klassik im 5.1.-Mehrkanalverfahren übertragen. Eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn, um 19 Uhr, sendet der BR aus dem Gluck-Saal ein Einführungsgespräch von Moderatorin Dorothea Hußlein u.a. mit GMD Marcus Bosch und Peter Konwitschny.  

Zimmermanns „Die Soldaten“ sind ein Meilenstein der Operngeschichte, doch der immense Aufwand einer Aufführung lässt auch sechs Jahrzehnte nach seiner Uraufführung viele Theater vor einer Umsetzung zurückschrecken, selbst im Jubiläumsjahr des Komponisten. Über 100 Musiker stehen beinahe 20 Gesangssolisten und der Opernchor gegenüber und auch in Nürnberg können nicht alle Partien aus dem Ensemble des Staatstheaters besetzt werden.

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