Blick hoch auf die Ränge und die Decke im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth. Bild: Andreas Harbach
Blick hoch auf die Ränge und die Decke im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth. Bild: Andreas Harbach

Die neuen Bayreuther Festspiele

Im Sommer geht das neue Bayreuther Barockfestival im Markgräflichen Opernhaus an den Start.

Mit elf Tagen Festivalprogramm verspricht das neue Festival Bayreuth Baroque dem Publikum aus aller Welt kompakten Musikgenuss. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiederentdeckung in nachbarocker Zeit nie oder kaum gespielter Bühnenwerke. 2020 stehen Nicola Porporas „Carlo il Calvo“ und Leonardo Vincis „Gismondo, Re di Polonia“ auf dem Programm. Die opernfreien Abende bieten Spitzenkonzerte an wechselnden Orten. Ein Höhepunkt ist das Gala-Konzert von Joyce di Donato und Il Pomo d’oro am 6. September. Zu den Ausführenden gehören Barockstars wie Julia Lezhneva, Franco Fagioli und Jordi Savall sowie die Barockensembles wie Il Pomo d’oro unter Maxim Emelyanychev, Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone sowie Armonia Atenea unter Georg Petrou. Das von Max Emanuel Cencic kuratierte Festival findet erstmals vom 3. bis 11. September 2020 statt. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6. Februar 2020.
 
Am 3. September eröffnet Porporas „Carlo il Calvo“ das Opernfestival. Der Clou der 1738 uraufgeführten Opera seria liegt darin, dass der Titelheld ein nur wenige Verse singendes Kind ist. In den weiteren Rollen sind u.a. Julia Lezhneva als Gildippe, Franco Fagioli als Adalgiso und Max Emanuel Cencic als Lottario zu erleben, der auch die Neuinszenierung vornimmt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von George Petrou, der mit seinem Orchester Armonia Atenea zu Gast sein wird. Folgeaufführungen sind am 5. und 8. September. Die zweite Opera seria, Vincis „Gismondo, Re di Polonia“, beendet mit Aufführungen am 11. und 13. September das Opernfestival. Max Emanuel Cencic singt die Titelrolle des Gismondo, ihm zur Seite stehen Dilyara Idrisova als Giuditta, Aleksandra Kubras-Kruk als Primislao, Sophie Junker als Cunegunda und Yuriy Mynenko als Ottone. Martyna Pastuszka leitet das Orkiestra Historyczna.
 
Die Altistin Delphine Galou gestaltet am 4. September einen Konzertabend mit der Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone. Außerhalb des Markgräflichen Opernhauses finden die Konzerte von Romina Basso (Mezzosopran), Simon Pappas (Violoncello) und Markellos Chryssicos (Cembalo) am 9. September in der Schlosskirche Bayreuth und von Weltstar Jordi Savall mit Hesperion XXI am 10. September in der Stadtkirche Bayreuth statt. Arien von Johann Adolf Hasse stehen am 12. September auf dem Programm von Mezzosopranistin Vivica Genaux und der Lautten Compagney unter Wolfgang Katschner auf dem Programm.

 Das 1748 eröffnete, 2012 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommene und 2018 nach denkmalgerechter Renovierung wieder eröffnete Theater Wilhelmines von Bayreuth ersteht als Spielort seltener Opern aus seiner Entstehungszeit zu neuem Leben.

www.bayreuthbaroque.de

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