Sarah Willis von den Berliner Philharmonikern, hier auf der coronabedingt einsamen Waldbühne. Foto: Monika Rittershaus
Sarah Willis von den Berliner Philharmonikern, hier auf der coronabedingt einsamen Waldbühne. Foto: Monika Rittershaus

Die Berliner Philharmonikerin

Sarah Willis, Hornistin der Berliner Philharmoniker, gelingt mit ihrem Mambo-Projekt ein Verkaufserfolg.

Nicht den „Mambo No. 5", sondern den Mambo Nr. 1 spielt Sarah Willis in den Offiziellen Deutschen Klassik-Charts, ermittelt von GfK Entertainment - denn die britische Hornistin erobert mit „Mozart Y Mambo" auf Anhieb die Spitze der Hitliste. Auf ihrer neuen CD verbindet das Mitglied der Berliner Philharmoniker beliebte Horn-Werke von Wolfgang Amadeus Mozart mit feurigen kubanischen Klängen. Selbst Startenor Jonas Kaufmann („Verdi: Otello") zieht sich bei so viel Einfallsreichtum respektvoll an die fünfte Stelle zurück.

Beinahe noch ausgefallener ist das aktuelle Projekt von Max Richter, der mit dem Score zu Filmen wie „Waltz With Bashir" oder „Ad Astra" berühmt wurde. Seine „Voices", die der Komponist aus allen Ecken der Erde zusammengetragen hat und die Teile der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vorlesen, sind auf Position acht zu hören.

Da die Feierlichkeiten zu Ehren seines 250. Geburtstages noch bis September 2021 fortgeführt werden, könnte Ludwig van Beethoven wohl auch auf längere Sicht der am häufigsten platzierte Gast der Klassik-Auswertung bleiben. Ganze acht Beethoven-Produktionen finden sich in der aktuellen Top 20 wieder, darunter „Beethoven: Complete Piano Sonatas" (Igor Levit, zwei) und „Beethoven - Brahms (Live)" (Grigory Sokolov, vier). Tenor Jay Alexander („Du meine Seele, singe...") holt erneut Bronze.

Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.

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