Aribert Reimann im Gespräch mit Intendant Reinhardt Friese. Foto: Theater Hof
Aribert Reimann im Gespräch mit Intendant Reinhardt Friese. Foto: Theater Hof

Deutschlandfunk schneidet in Hof mit

Aribert Reimann ist nach Oberfranken gereist, um am Theater Hof die insgesamt erst dritte Inszenierung seines Erstlingswerks „Ein Traumspiel“ mitzuerleben. Die Aufführung wird mitgeschnitten.

Mit dem 1965 uraufgeführten „Ein Traumspiel“ begann Aribert Reimanns bedeutsamer Weg als Opern-Komponist. Sein „Lear“ gehört zu den erfolgreichsten deutschen Opern des 20. Jahrhunderts und avancierte schnell zu einem Klassiker der Avantgarde. Zuletzt feierte der inzwischen 82-Jährige im Januar mit „L’Invisible“ eine Uraufführung, die er als Auftragswerk zur Wiedereröffnung der Deutschen Oper Berlin komponierte.

Das Theater Hof teilte mit, es fühle sich sehr geehrt, dass Aribert Reimann zu den Endproben und der Premiere von „Ein Traumspiel“ am 17. März in Hof persönlich anwesend sei. Intendant Reinhardt Friese setzte die surreale und zugleich poetische Oper auf den aktuellen Spielplan der Spielzeit mit dem Motto "Traumtänzer, Gaukler, Schmierenkomödianten“.

Er ist einer der Wenigen, der die Oper jemals gesehen und gehört hat. Als das Werk am Hessischen Staatstheater Wiesbaden 1987 zum zweiten Mal zur Aufführung kam, saß Friese im Publikum. Für das Theater Hof ist es eine große Herausforderung, diese imposante und aufwendige Oper auf die Bühne des Stadttheaters zu bringen. Zum einen stellt die Komposition höchste Ansprüche an Sänger und Orchester und zum anderen liegen bisher keine Tonaufnahmen der Oper vor. 

Dies wird sich mit der Premiere in Hof ändern. Deutschlandfunk Kultur wird die Vorstellung am 17. März aufnehmen und am 5. Mai deutschlandweit ausstrahlen. Der Hörfunksender honoriert damit auch den Mut des Theaters Hof und unterstreicht die Intention des Intendanten, dem Publikum Neues und Herausforderndes zugänglich zu machen. Einmal mehr erfährt das Theater Hof damit überregionale Aufmerksamkeit und Achtung.

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