Pietari Inkinen. Foto: Mechthild Schneider
Pietari Inkinen. Foto: Mechthild Schneider

Deutsche Radio Philharmonie

Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Chefdirigent Pietari Inkinen gehen mit finnischen Akzenten und Beethoven in die neue Konzert-Saison.

Mit großen Konzert- und Aufnahmeprojekten, einem klaren Akzent auf die finnische Musikszene und vielen internationalen Solisten aus seiner engeren „musikalischen Familie" geht Chefdirigent Pietari Inkinen in seine dritte Spielzeit mit der Deutschen Radio Philharmonie. Ein weiterer Saisonschwerpunkt ist der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven.

Auch in der neuen Saison führt Pietari Inkinen seine Arbeit an der Vervollständigung der Sinfonien-Zyklen von Antonín Dvořák und Sergej Prokofjew im Konzertsaal und im Studio fort. Gleichzeitig konzentriert er sich auf das sinfonische Werk von Jean Sibelius und die Vielfalt der zeitgenössischen finnischen Musikszene mit international renommierten Komponisten wie Kaija Saariaho, Esa-Pekka Salonen und Magnus Lindberg.

Wieder hat er eine ganze Reihe von Spitzenkünstlern eingeladen, mit denen ihn mehr als nur die professionelle Arbeit verbindet: den Geiger Vadim Repin, das Klavierduo Katia und Marielle Labèque, die Pianisten Alexei Volodin und Nicolai Lugansky, den Cellisten Nicolas Altstaedt und viele andere. Auch junge Entdeckungen sind bei der DRP zu Gast: die Geigerin Karen Gomyo mit Mendelssohns Violinkonzert oder die Cellistin Raphaela Gromes mit einer Repertoire-Rarität, dem 3. Cellokonzert von Julius Klengel. Als Gäste übernehmen Manfred Honeck, DRP-Gründungschefdirigent Christoph Poppen, Yan Pascal Tortelier, Pablo González, Josep Pons, Anja Bihlmeier, Joshua Weilerstein, Michael Francis und Raoul Grüneis das Dirigentenpult. Ihre Debüts bei der Deutschen Radio Philharmonie geben die Geigerinnen Noa Wildschut und Leticia Moreno, die Trompeterin Matilda Lloyd und der Geiger Nicolas Koeckert – letzterer nach einer  DRP-CD-Veröffentlichung mit Henri Marteaus gerade erst entdecktem Violinkonzert.

Die Pianistin Mélodie Zhao setzt sich mit dem von Gershwin inspirierten 4. Klavierkonzert von Kurt Leimer auseinander – ein „komponierender Pianist", wie Mélodie Zhao selbst, und das Storioni Trio bereichert die neue Saison mit einem weiteren Raritäten-Highlight – dem Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello des österreichisch-ungarischen Spätromantikers Emánuel Moór.

Die Deutsche Radio Philharmonie feiert den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven mit seinen Sinfonien Nr. 1, Nr. 8 und der Neunten mit der Gaechinger Cantorey im Rahmen einer Tournee. Weitere Programmschwerpunkte im DRP-Beethovenjahr: Beim „Beethoven-Experiment – Die ARD-Woche der Musik" spielt die Deutsche Radio Philharmonie in acht Schüler- und Familienkonzerten die Lieblingsstücke des jungen Publikums. Auf einer Schultour haben hunderte Schüler Beethovens Musik live erlebt und ihre „Playlist Beethoven" selbst zusammengestellt. Lars Vogt wird in Personalunion als Pianist und Dirigent die Aufführung aller fünf Klavierkonzerte an einem Wochenende prägen.

Ein sinfonisches Ballett inspiriert von der Musik Beethovens, kreiert von John Neumeier und seinem Hamburg Ballett, führt das Orchester zu zwei Gastkonzerten ins Festspielhaus Baden-Baden. Weitere Facetten des DRP-Beethovenjahres sind die Aufführungen des Violinkonzerts mit der aufstrebenden Geigerin Chloë Hanslip, die Uraufführung eines Orchesterwerks mit Beethoven-Bezug von Arnulf Herrmann, DRP-PUR – ein Beethoven Programm von und mit Konzertmeister Ermir Abeshi oder der Blick auf die Streichquartette in einem Ensemblekonzert.

Im jährlichen Wechsel mit der seit zwei Jahrzehnten etablierten „Saarbrücker Komponistenwerkstatt" geht nun – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat und der Hochschule für Musik Saar – die neue  Plattform „Saarbrücker Dirigentenwerkstatt" an den Start: Junge Nachwuchsdirigentinnen und -dirigenten erarbeiten mit der DRP zeitgenössisches Repertoire und stellen das Ergebnis in einem Abschlusskonzert vor.

 

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