Dorothee Oberlinger bei der Arbeit, hier vor Mikrofonen des WDR. Bild: Thomas Kost/WDR
Dorothee Oberlinger bei der Arbeit, hier vor Mikrofonen des WDR. Bild: Thomas Kost/WDR

Das Aktuelle im Alten

Das Kölner Fest für Alte Musik feiert vom 21. -29. März 2020 seine 10. Ausgabe.

 Mélanie Froehly, Geschäftsführerin der Kölner Gesellschaft für Alte Musik sowie des dazugehörigen zamus (Zentrum für Alte Musik), und Ira Givol, Cellist und neuer künstlerischer Leiter des Kölner Festes für Alte Musik, haben das Programm des Festes für Alte Musik 2020 vorgestellt.

Unter dem Motto Early Music: Reload begibt sich das Festival vom 21. bis 29. März 2020 auf die Suche nach ungewöhnlichen Konzertformaten. Es wird sich verstärkt neuen Interpretations- und Präsentationsformen öffnen und das Besondere und Aktuelle an der Alten Musik hervorheben. Dazu gehören Auftragskompositionen in Ur- und Erstaufführungen, ein Stummfilm-Konzert, ein musikalisches Dinner, Ausflüge in die Pop-, Welt- und Neue Musik, Kinder- und Schulprojekte sowie ein Symposium unter der Fragestellung: "The End of Early Music?".

Das Festival soll zu einem Labor des Komponierens, Experimentierens, Improvisierens werden und gängige Erwartungshaltungen an gewohnte Programmformate der Alten Musik hinterfragen.

Als Festival-Preview (am Samstag, 21. März 2020) wird die Kölner Innenstadt beim Early Music: Reload. MARATHON einen ganzen Tag lang mit einer Fülle kleiner Konzerte bespielt. Er bietet einen Vorgeschmack auf das abwechslungsreiche und vielgestaltige Festivalprogramm und verweist auf dessen thematische Ausrichtung.
Der Marathon startet mittags mit CALL & RESPONSE der Kölner Vokalsolisten u.a. mit der Uraufführung eines Werks von Catalina Rueda (Lanxess-Kompositionspreisträgerin 2016).

Auch die weiteren Konzerte im Rahmen des Kölner Festes für Alte Musik versprechen eine klangliche Vielfalt der Alten Musik. Etwa bei den Eröffnungskonzerten am Mittwoch, 25. März 2020:

Das junge Kölner Orchēstra Kairos lässt mit ILLUSION UND REZEPTION Werke der renommiertesten Komponisten der Alten Musik auf neue Auftragskompositionen treffen. Das wird die Frage auffwerfen: Was ist das Original – also echte Barockmusik – und was die "Fälschung"?

SÁGA, kreiert von B.O.X (Baroque Orchestration X) gemeinsam mit der Indieband Dez Mona aus Belgien, ist eine musikalische und poetische Mischung aus Barock, Pop und Indie.

Oder – am Freitag, 27. März – wenn die Brüsseler Spitzen-Ensembles Vlaams Radiokoor und Il Gardellino in VIA CRUCIS zu einer Begegnung von Alter und Neuer Musik mit Auftragswerken von drei Komponistinnen einladen und das Programm in die Gegenwart transferieren.

Weitere Mitwirkende sind u. a.

Profeti della Quinta, Roy Amotz & Asli Hatipoglu, sYn.de, PER-SONAT, Harmonie Universelle,
Cölner Barockorchester, Kai Wessel, kreaTonal, Matan Porat, Kölner Vokalsolisten, Flautando Köln, Il Suonar Parlante (Vittorio Ghielmi Ltg., Graciela Gibelli, Dorothee Oberlinger)

www.zamus.de

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