Bundeshilfen für Solo-Selbständige: Wann, wenn nicht jetzt?

Die Situation freiberuflich künstlerisch tätiger Menschen spitzt sich zu. Die Deutsche Orchestervereinigung fordert daher weiterhin Geld vom Bundeswirtschaftsministerium für die Betroffenen.

Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Überlegungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Corona-Hilfen für Soloselbständige aufzulegen. „Eine solche Unterstützung ist lange überfällig“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Seit dem Lockdown im März machen die Betroffenen, zu denen auch viele freischaffende Berufsmusikerinnen und -musiker gehören, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln darauf aufmerksam, dass sie durch das Raster der Förderungen fallen.“ Das Thema ist auch ein Dauerbrenner in den Medien. „Jetzt muss endlich gewährleistet werden, dass Zuschüsse auch für den Lebensunterhalt von Künstlerinnen und Künstlern möglich sind“, sagt Mertens.

Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie, deren tatsächliches Ausmaß noch nicht abschätzbar ist, sind für viele Freischaffende die wenigen Auftrittsmöglichkeiten, die sich in den vergangenen Monaten ergeben hatten, wieder weggebrochen oder sind dabei wegzubrechen. „In dieser Situation sind die wenigsten in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus eigener Arbeit zu verdienen. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt und angemessen hohe Bundeshilfen für Solo-Selbständige auf den Weg bringt. Nur so kann ein massenhaftes Abgleiten in Armut verhindert werden“, sagt Mertens. „Die Schäden, die unsere Kulturnation durch den Zwang zum Abwandern in andere Berufe sonst nimmt, wären dauerhaft und nicht mehr reparabel.“

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