Filippo Gorini. Bild: Marco Borggreve
Filippo Gorini. Bild: Marco Borggreve

Britischer Nachwuchspreis vergeben

Der italienische Pianist Filippo Gorini (24) erhält den diesjährigen Borletti-Buitoni Trust-Award.

Der mit 30.000 Pfund dotierte Preis wird alle zwei Jahre von der britischen Borletti-Buitoni Stiftung als Förderung junger Künstler und Ensembles vergeben. Weitere Preisträger des Awards sind das Frankfurter Aris-Quartett und der amerikanische Geiger Alexi Kenney.

Auf Einladung der Stiftung nominieren angesehene Persönlichkeiten der Klassik-Szene junge Musiker für die Förderung. Zu dem künstlerischen Komitee zählen Herausgeber und Produzent Adam Gatehouse, der ehemalige Direktor des Concertgebouw Amsterdam Martijn Sanders sowie die Pianistin Mitsuko Uchida. Die Pianisten Leif Ove Andsnes und Richard Goode, der Cellist Clemens Hagen sowie der Violinist Christian Tetzlaff gehören zum Ehrenausschuss.

Neben der finanziellen Zuwendung bietet der Award den Preisträgern praktische Unterstützung und Beratung, um ihre musikalische Karriere in einer Vielzahl von Projekten voranzutreiben.

Seit dem Gewinn des ersten Preises und des Publikumspreises bei der International Telekom Beethoven Competition Bonn 2015 kann der junge Pianist Filippo Gorini auf eine stetig wachsende Karriere blicken. Seine Konzertauftritte haben auf vielen renommierten Bühnen wie dem Berliner Konzerthaus, der Hamburger Elbphilharmonie, dem Münchner Herkulessaal, der Londoner Wigmore Hall, der Società del Quartetto di Milano und der Samsung Concert Hall in Seoul einhellige Anerkennung gefunden.

Gorinis Debüt-CD mit Beethovens Diabelli-Variationen, die im August 2017 bei Alpha Classics veröffentlicht wurde, hat von der Kritik viel Beifall erhalten, darunter einen Diapason d'Or Award und 5-Sterne-Kritiken in The Guardian, BBC Music Magazine und Le Monde.

Im Januar 2020 ist seine neue CD »Ludwig van Beethoven. Piano Sonatas Opus 106, 111« erschienen, mit der er zu Beethoven zurückkehrt. Virtuos nimmt er die groß angelegte Sonate Nr. 29, bekannt als »Hammerklavier«-Sonate, in Angriff, sowie Beethovens letzte, die zweisätzige Sonate Nr. 32. Die CD-Aufnahmen hierzu entstanden im Kammermusiksaal des Bonner Beethovenhauses.

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