Die Geigerin Midori. Bild: Timothy Greenfield-Sanders
Die Geigerin Midori. Bild: Timothy Greenfield-Sanders

Brahms-Preis für Midori

Die Brahms-Gesellschaft ehrt die herausragende Violinistin und ausgewiesene Brahms-Interpretin.

Die Geigerin Midori wird für ihre weltweit gefeierten Interpretationen der Werke von Johannes Brahms sowie für die große Unterstützung der nachwachsenden Künstler-Generation und den besonderen Einsatz im Geiste der Humanität für kulturfördernde Projekte geehrt. „Die wunderschöne St.- Bartholomäus-Kirche Wesselburen wird erneut der Ort der Preis-Übergabe und des Preisträger-Konzertes sein, in dem Midori natürlich vor allem Brahms spielen wird", so der Vorsitzende der Brahms-Gesellschaft, Joachim Nerger. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Brahms-Preises findet am 3. Mai 2020 in der St. Bartholomäus-Kirche Wesselburen statt. Zur Preis-Übergabe mit Preisträger-Konzert wird Midori mit ihrem Klavierpartner Özgür Aydin u.a. die Sonate A-Dur op. 100 von Johannes Brahms spielen. Für die Laudatio kommt mit Viviane Hagner eine ebenfalls international renommierte Geigen-Kollegin.

Zur Geschichte des Brahms-Preises

Die Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein wurde 1987 von Justus Frantz und Sir Yehudi Menuhin in Heide, der Stadt von Brahms' Vorfahren, mit dem Vorhaben gegründet, das dortige „Brahms-Haus" komplett zu renovieren und im Bestand zu retten. 1990 wurde das Haus, in dem im 19. Jahrhundert Vorfahren und nahe Verwandte von Brahms gewohnt hatten, feierlich wiedereröffnet. Ab Mitte der Neunziger Jahre wurde die Brahms-Gesellschaft von dem Pianisten Eckart Besch geleitet und nun auch als Konzertgesellschaft langfristig etabliert. 2014 übernahm der Konzert- und Künstlervermittler Joachim Nerger den Vorsitz von ihm.

Seit ihrer Gründung verleiht die Brahms-Gesellschaft einmal im Jahr den Brahms-Preis an renommierte Künstler oder angesehene Institutionen, die sich um das Werk von Johannes Brahms oder auch um die Förderung des musikalischen Nachwuchses auf besondere Weise verdient gemacht haben. Unter den Preisträgern finden sich Namen wie Leonard Bernstein, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter, Christian Tetzlaff, Sabine Meyer, Lars Vogt, Thomas Quasthoff, Christoph Eschenbach und - als Preisträger der letzten Jahre – der Dirigent Herbert Blomstedt und die Sängerin Christiane Karg. Auch die Liste der Laudatoren ist mit Künstlern wie Elisabeth Schwarzkopf, Edda Moser, Klaus Maria Brandauer und (ehemaligen) Politikern wie Klaus von Dohnany, Harry Peter Carstensen und Helmut Kohl prominent besetzt.

Zur Übersicht